Michael Preetz schoss 93 Bundesliga-Tore für Hertha BSC Berlin © getty

Nach der Kritik an seinem Selbstinterview erhält Berlins Manager Michael Preetz ungewöhnliche Unterstützung vom Pressesprecher.

Berlin - Der Streit um die öffentliche Kommunikation von Manager Michael Preetz von Bundesligist Hertha BSC nimmt immer groteskere Züge an. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach der heftigen Kritik einiger Berliner Medien (Bericht) an der Stellungnahme von Preetz auf der klubeigenen Internet-Seite ("Gaga-Brief", "Preetz spricht nur noch mit sich selbst") griff nun Pressesprecher Peter Bohmbach in die Debatte ein und verteidigte Preetz mit ungewöhnlichen Mitteln.

Bohmbach veröffentlichte - erneut auf der Hertha-Homepage - Ablauflisten und Anrufprotokolle des Managers vom vergangenen Wochenende mit genauen Zeitangaben.

Damit reagierte der Pressesprecher auf die Darstellung, Preetz wäre am Sonntag für Journalisten nicht erreichbar gewesen.

Dank der detaillierten Abläufe könne sich nun jeder Fan ein "Bild über die Fairness der Berichterstattung in den Berliner Medien machen", hieß es.

Preetz redet mit sich selbst

Preetz hatte am vergangenen Samstag nach der Bundesliga-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (1:4) nicht zur Verfügung gestanden und damit zunächst für Verwirrung gesorgt.

Tags darauf nahm Preetz auf der vereinseigenen Internet-Seite Stellung zu selbst ausgesuchten Schlagworten und angeblichen Medienanfragen.

Hertha-Manager weist Kritik zurück

Preetz wies am Dienstag die Kritik an seinem Verhalten zurück.

"Ich habe mich am Samstag nach dem Spiel nicht geäußert, weil ich dieses Spiel erst mal verdauen musste und eine Nacht drüber schlafen musste", sagte der 44-Jährige der "Bild".

Die Angriffe der Medien und einiger Fans ließen Preetz kalt: "Wir lassen uns von so etwas nicht beeinflussen."

"Rückschlag" für die Hertha

Ungeachtet der Kommunikations-Probleme räumte Preetz ein, dass der vergangene Spieltag für die Hertha "ein Rückschlag" gewesen sei.

Man werde jetzt aber "den Teufel tun", sich "vom Spielbetrieb abzumelden".

Hertha wolle das "Positive" aus den letzten beiden Spielen mitnehmen und bereite sich "konzentriert" auf die Partie gegen Borussia Mönchengladbach vor.

Relegationsplatz als Ziel

Nach vier Niederlagen aus den letzten sechs Spielen hat sich Hertha auf dem vorletzten Tabellenplatz festgesetzt, selbst der Manager glaubt nicht mehr ausschließlich an die direkte Rettung.

"Der Relegationsplatz ist natürlich im Moment der nächste Schritt", sagte der Rekord-Torschütze des Klubs.

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