Freiburgs Sebastian Freis (r.) spielte zwischen 2009 und 2012 beim 1. FC Köln © getty

Der SC kämpft in einer tollen Partie Königsblau nieder und verschafft sich Luft. Freis trifft zur Führung, ein Schalker fliegt.

Freiburg - Ohne seinen Toptorjäger Klaas-Jan Huntelaar hat Schalke 04 im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League einen herben Dämpfer erhalten.

Ausgerechnet bei Schlusslicht SC Freiburg musste sich der DFB-Pokalsieger mit 1: 2 (0:1) geschlagen geben und hat nach einer enttäuschenden Vorstellung den Anschluss an die ersten drei vorübergehend verloren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Sebastian Freis (18.) und Daniel Caligiuri (66./FE) besiegelten die bereits sechste Auswärtspleite der Schalker, die in den vergangenen fünf Punktspielen nur zu einem Sieg kamen.

Teemu Pukki gelang kurz nach seiner Einwechslung der Anschlusstreffer (73.). Die Freiburger indes, die zuvor nur einen Sieg in elf Partien feiern konnten, haben im Abstiegskampf nach dem Befreiungsschlag wieder Lunte gerochen.

"Es war ein heißer Fight", sagte der euphorische Freis nach der Partie: "Aber wir haben uns den Sieg verdient. Das Tor war für mich eine Genugtuung."

Papadopoulos fliegt vom Platz

Schalkes Kyrgiakos Papadopoulos sah in der 87. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Sein Sportdirektor Horst Heldt zeigte sich nach dem Spiel verärgert: "Wir müssen schauen, wer noch bereit ist, alles zu geben."

Den Gästen waren eine Woche nach der bitteren 0:2-Niederlage bei Bayern München die personellen Sorgen anzumerken.

Der Niederländer Huntelaar, in der bisherigen Saison mit 33 Treffern in 34 Spielen der überragende Stürmer in Deutschland, musste nach seiner am Mittwoch im Länderspiel in England (3:2) erlittenen Gesichtsverletzung pausieren.

Außerdem hatte S04-Coach Huub Stevens den wechselwilligen Jefferson Farfan nach dem Abschlusstraining am Freitag aus dem Kader verbannt.

Zudem fehlten die Verteidiger Christoph Metzelder (Muskelfaserriss) und Christian Fuchs (Adduktoren).

Obasi wirbelt gefährlich

Besonders in der ersten Halbzeit geriet dann auch die Defensive der Königsblauen immer wieder unter Druck und machte einen unsicheren Eindruck.

Dabei hatte das Stevens-Team gut begonnen und war zunächst immer wieder über Chinedu Obasi gefährlich vor das Freiburger Tor gekommen.

Nicht zuletzt, weil die linke Abwehrseite der Gastgeber um Andreas Hinkel patzte. Doch Ciprian Marica (4.) und Raul (6.) konnten daraus kein Kapital schlagen.

Freis trifft

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Breisgauer ihr Heil in Weitschüssen suchten. Caligiuri verzog allerdings zweimal (12./16.).

Nur wenig später wurde die forsche Spielweise der Freiburger belohnt, als Edelreservist Freis nach einer schönen Einzelleistung Schalke-Keeper Timo Hildebrand im Strafraum umkurvte und freistehend einschob.

Es war sein erster Saisontreffer. Im Anschluss forcierte der Pokalsieger das Tempo, doch Nationalspieler Benedikt Höwedes (27.) köpfte über das Gehäuse der Gastgeber 525990 (DIASHOW: Der 24. Spieltag) .

Auch Schalkes Mittelfeldspieler Jermaine Jones, der nach achtwöchiger Sperre sein Comeback feierte, konnte zunächst wenig Akzente setzen.

Escudero sorgt für Gefahr

Auch nach dem Wechsel blieb Freiburg seiner offensiven Spielweise treu und suchte die Entscheidung, während Schalke kaum mehr zu Entlastungsangriffen kam.

Einzig Verteidiger Sergio Escudero sorgte für etwas Gefahr, als sein Schuss aus elf Metern nur haarscharf am Freiburger Kasten vorbeistrich (62.).

Nach der dritten strittigen Situation im Strafraum der Gäste entschied Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) auf Elfmeter. Kyrgiakos Papadopoulos hatte den starken Caligiuri gelegt.

Der Gefoulte verwandelte sicher. Danach gelang Pukki der Anschluss, in der 84. Minute traf der Finne noch den Innenpfosten.

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