Lauterns Verteidiger Mathias Abel (r.) hat beim FCK noch einen Vertrag bis 2013 © getty

Nach einem Unentschieden gegen Wolfsburg rutscht der FCK auf den letzten Tabellenplatz. Darf Trainer Marco Kurz weiter bleiben?

München/Kaiserslautern - Trainer Marco Kurz darf weiter beim 1. FC Kaiserslautern bleiben.

Die abstiegsbedrohten Pfälzer, die zuletzt durch die antisemitischen Beleidigungen gegen den israelischen Profi Itay Shechter für Aufsehen gesorgt hatten, kamen nicht über ein 0:0 gegen den VfL Wolfsburg hinaus und warten damit seit 14 Partien auf einen Sieg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Wölfe, bei denen Trainer Felix Magath zum 100. Mal an der Seitenlinie stand, stellten in ihrem 500. Bundesliga-Spiel durch das elfte erfolglose Auswärtsspiel in Folge ihren Negativrekord ein 525990 (DIASHOW: Der 24. Spieltag) .

Trainerwechsel war vorher ein Thema

"In unserer Situation ist klar, dass das, egal ob im Verein und von außen, natürlich ein Thema ist", sagte FCK-Klubchef Stefan Kuntz vor der Partie beim Pay-TV-Sender Sky zu einem möglichen Trainerwechsel: "Ich beteilige mich nicht an Spekulationen."

Vor dem Anpfiff hatten die FCK-Profis auf den Vorfall um Shechter reagiert. Die Spieler trugen ein großes Spruchband mit der Aufschrift "Rassismus hat beim FCK keinen Platz" durch die Arena.

Stark ersatzgeschwächter FCK

Vor 34.110 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion liefen die Gastgeber stark ersatzgeschwächt auf. Der viermalige Meister musste neben Shechter (muskuläre Probleme) auf den verletzten Torhüter Kevin Trapp sowie Rodnei, Dorge Kouemaha, und Alexander Bugera verzichten.

Für Trapp stand der frühere Stammkeeper Tobias Sippel, der vor einem Jahr sein bisher letztes Punktspiel absolviert hatte, zwischen den Pfosten.

Bei den Gästen fehlten Petr Jiracek, Slobodan Medojevic und Jan Polak. Dagegen kehrte Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger vier Monate nach seiner schweren Knieverletzung in der 64. Minute zurück.

Lautern zu Beginn mit großer Leidenschaft

Die Lauterer gingen in den ersten Minuten zwar mit großer Leidenschaft zu Werke, viele Aktionen der fußballerisch limitierten Mannschaft waren aber zu überhastet.

Torgefahr strahlten die Pfälzer trotz des großen Engagements nicht aus. Die Wolfsburger verbuchten zwei Weitschüsse durch Chris (7.) und Patrick Helmes (20. ).

Insgesamt zeigten beide Teams in der ersten halben Stunde eine schwache Vorstellung. Mit Fußball hatte das Ganze nur wenig zu tun, es wurde vielmehr mit allen Mitteln um jeden Ballbesitz gekämpft.

Wagner vergibt kläglich

Lauterns Kapitän Christian Tiffert erarbeitete sich in der 31. Minute so etwas ähnliches wie eine Chance.

Eine echte Möglichkeit der Gastgeber vergab Sandro Wagner kläglich (36.), nur eine Minute später konnte Tiffert die Riesenchance zur Führung nicht nutzen. Auf der Gegenseite rettete Sippel gegen Marcel Schäfer (44.).

FCK drängt mit aller Macht

Nach dem Seitenwechsel drängte der FCK mit aller Macht auf das Führungstor. Die Wolfsburger Abwehr wackelte mehrfach bedenklich. Nach einer knappen Stunde ließen die Lauterer allerdings nach.

Die Pfälzer mussten ihrem hohen Aufwand Tribut zollen. Die Schwächephase der Gastgeber hätte der eingewechselte Yohandry Orozco fast zur Führung der Wölfe genutzt (64.). Zehn Minuten später hätte Ariel Borysiuk auf der Gegenseite fast seinen ersten Treffer erzielt.

Derstroff und Abel beste Lauterer

Beste Spieler auf Seiten der Lauterer waren Julian Derstroff und Mathias Abel. Bei den Gästen überzeugten Felipe Lopes und Ricardo Rodriguez.

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