Sebastian Langkamp (l.) kam 2011 vom Karlsruher SC nach Hannover © getty

Hannover gibt gegen freche Augsburger kurz vor Schluss eine Führung aus der Hand. Den Niedersachsen fehlt die Durchschlagskraft.

München - Hannover 96 hat gegen den Aufsteiger und Abstiegskandidaten FC Augsburg zwei Punkte verschenkt.

Gegen den frech aufspielenden Bundesliga-Neuling führte der Europa-League-Achtelfinalist, kassierte aber durch einen Elfmeter von Jan-Ingwer Callsen-Bracker (89.) noch das späte 2:2 (1:1).

Vor 42.300 Zuschauern in der WM-Arena am Maschsee gelang den Schwaben bereits in der zwölften Minute der Führungstreffer 525990 (DIASHOW: Der 24. Spieltag) .

Nach einem Durcheinander in der Hintermannschaft der Norddeutschen, ausgelöst durch ein zögerliches Eingreifen des Innenverteidigers Emanuel Pogatetz, war FCA-Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze erfolgreich (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Haggui trifft per Kopf

Die erste klare Hannoveraner Chance nutzte Karim Haggui per Kopfball zum zwischenzeitlichen Ausgleich (33.). Mame Diouf (69.) drehte das Spiel, für den Sieg reichte es aber nicht.

Der schnelle Torerfolg der Augsburger war alles andere als ein Zufallsprodukt. Schon in der elften Minute muste 96-Torhüter Ron-Robert Zieler vor Torsten Oehrl klären, sieben Minuten später verfehlte Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh nach schöner Einzelleistung das leere Tor.

Oehrl stand in der 23. Minute dicht vor einem Treffer, sein Heber landete jedoch auf dem Tornetz. Bellinghausen verpasste per Flachschuss seinen zweiten Treffer knapp (26.).

Rausch kommt für Pogatetz

Auch nach dem Rückstand wirkten die Aktionen der Gastgeber in den allermeisten Fällen unorganisiert und stellten die Defensive des Teams von Trainer Jos Luhukay mehr als eine halbe Stunde lang vor keinerlei größere Probleme.

96-Trainer Mirko Slomka reagierte in der 26. Minute auf die zahlreichen Patzer in der Verteidigung und ersetzte Pogatetz durch Konstantin Rausch.

Zu wenig Durchschlagskraft

Nach dem Seitenwechsel kamen die "Roten" zwar zu mehr Spielanteilen, doch nach wie vor fehlte es lange an der erforderlichen Durchschlagskraft.

Daran änderte auch ein Wechsel in der Halbzeitpause nichts: Didier Ya Konan ersetzte Mohammed Abdellaoue. Einen Fernschuss von Sergio Pinto (61.) konnte Augsburgs Keeper Simon Jentzsch entschärfen.

Nur Christian Pander, der mit einem seiner gefürchteten Eckstöße den Ausgleich vorbereitete, sowie der kampfstarke Diouf verdienten sich bei Hannover 96 eine gute Note.

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