Jens Lehmann wechselte von Arsenal London nach Stuttgart © getty

Der HSV-Keeper erhielt letzte Saison die "Weiße-Weste" des DSF für die meisten Zu-Null-Spiele. Sport1.de nennt mögliche Nachfolger.

München - In der letzten Saison war Frank Rost noch vor Oliver Kahn der "Saubermann" der Liga.

Nach 33 Spieltagen hatte der Bayern-Keeper mit zwölf Zu-Null-Spielen noch knapp vor dem Hamburger gelegen.

Dank Berlins Valeri Domovchiyski, der Kahn am letzten Spieltag in der 84. Minute zum 1:4 überwinden konnte, stieß Rost "King Kahn" mit seinem 13. gegentorlosem Spiel (7:0 gegen den KSC) im letzten Moment noch vom Thron.

Damit erhielt der Hamburger den erstmals ausgelobten "Weiße-Weste"-Award vom DSF.

Dem "Titan" dürfte es in seinem 557. und letztem Bundesligaspiel egal gewesen sein, verhinderte das Gegentor doch weder den Sieg noch den neuen Gegentor-Minusrekord (21).

Zur neuen Saison gibt es nach dem Karriereende von Kahn nicht nur beim FC Bayern mit "Kronprinz" Michael Rensing einen neuen Keeper.

Kahns ehemaliger Dauerkonkurrent in der Nationalmannschaft, Jens Lehmann, kehrt in die Bundesliga zurück und heuert bei Vorjahresmeister VfB Stuttgart an.

Sport1.de gibt einen Überblick über die Torhüter-Situation bei den Klubs und begibt sich auf die Suche nach "Rosts Erben".

Bayern München: Die Ära Rensing

Fünf lange Jahre musste Michael Rensing warten, bis Oliver Kahn nach 14 Jahren bei den Bayern endlich seine Karriere beendete.

"Die Ära Kahn ist vorbei, jetzt beginnt die Ära Rensing", erklärte der 24-Jährige bei seinem ersten Auftritt als offizielle Nummer eins im Kasten des Rekordmeisters selbstbewusst.

Was vom neuen Bayer-Schlussmann zu erwarten ist, verdeutlicht ein Blick auf die Statistik:

Insgesamt 23 Mal vertrat der "Kronprinz" Kahn in der Bundesliga, verloren hat Rensing dabei nie. Das bedeutet schon jetzt Ligarekord.

VfB Stuttgart: "Jugendtrainer" Lehmann

Nach fünf Jahren bei Arsenal London kommt Nationaltorwart Jens Lehmann heim nach Deutschland und ersetzt bei den Schwaben den nach Nürnberg zurückgekehrten Raphael Schäfer.

"Jens Lehmann war von Beginn an unser Wunschkandidat. Seine Qualitäten sind unbestritten und von seiner großen Erfahrung wird unsere gesamte Mannschaft profitieren", schwärmte Stuttgarts Trainer Armin Veh vom Routinier.

Daraus wird deutlich, dass sich die Schwaben vom 38-Jährigen nicht nur wieder stabile Leistungen auf der Torhüterposition versprechen. Vielmehr soll Lehmann seine Erfahrung auch an die beiden Nachwuchskeeper Sven Ulreich (19) und Alexander Stolz (24) weitergeben.

Schalke 04: Ein "Neuer" steht im Tor

Nach der Verletzung von Stammkeeper Manuel Neuer, der mit einem Mittelfußbruch zwei Monate ausfällt, ist der Platz im Tor der "Knappen" zum Saisonstart vakant.

Mathias Schober (32) und Ralf Fährmann (19) haben das Rennen um die "Vertretungsstelle" aufgenommen.

Schober sieht seine Zeit nach einem Jahr auf der Bank schon gekommen. "Ich denke, dass ich nun ein paar Spiele machen werde", sagte er.

Auf Anhieb wollte sich der neue Trainer Fred Rutten jedoch nicht auf einen Kandidaten für den Posten zwischen den Pfosten festlegen.

"Wir haben hinter Manuel zwei gute Torleute. Erst die nächsten Wochen werden zeigen, wer am Ende auflaufen wird", sagte der Niederländer.

Jan Reinold