Die FIFA entscheidet erst im kommenden Jahr über die WM 2022
Der Weltfußballverband FIFA wurde 1904 gegründet © getty

Die FIFA hat eine für kommende Woche geplante Reise nach Katar ins WM-Gastgeberland von 2022 abgesagt.

Hintergrund ist ein neuer Report über die Missstände auf den Baustellen im Emirat am Persischen Golf.

Theo Zwanziger, der ehemalige Präsident des DFB, sprach in der "FAZ" von einem "sehr qualifizierten Report".

Weiter äußerte das Exekutivmitglied der FIFA: "Jetzt muss Katar als Auftraggeber den Bericht erstmal veröffentlichen und kommentieren.

Vorher macht ein Besuch der FIFA in dem Land keinen Sinn."

Katar hatte im vergangenen Jahr selbst den Untersuchungsbericht der Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper in Auftrag gegeben.

Offenbar sind die Reformforderungen in dem Report sehr umfassend und weitgehend. Angeblich steht sogar das in Katar gängige, aber international als fragwürdig angesehene Kafala-System vor dem Aus.

Dabei werden die Arbeiter quasi wie Sklaven behandelt, weil die Ausreisemöglichkeiten der ausländischen Arbeiter stark eingeschränkt werden. Bei den Bauarbeiten in dem Emirat waren in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Arbeiter, vor allem aus Nepal und Indien, ums Leben gekommen.

Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB), die deutsche EU-Menschenrechts-Ausschussvorsitzende Barbara Lochbihler und Amnesty International hatten wiederholt die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Katar angeprangert.

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