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Die britische Regierung hat erwogen, vor dem Hintergrund des Falkland-Konflikts die Nationalmannschaften von England, Schottland und Nordirland bei der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien nicht antreten zu lassen.

Dies geht aus offiziellen Unterlagen hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Darin schrieb der damalige britische Umweltminister Michael Heseltine (Conservative Party) im Mai 1982: "In Großbritannien haben einige Fußballer und Funktionäre ihre Bedenken geäußert, im Turnierverlauf auf Argentinien zu treffen. In unserer Partei herrscht die Grundstimmung, dass dies inakzeptabel wäre."

Letztlich habe Heseltine als für den Sport zuständiger Minister aber argumentiert, dass ein Boykott die falsche Entscheidung sei, weil man so "den Argentiniern einen moralischen Sieg" beschert hätte.

Für den Fall, dass sich die politische Lage im Turnierverlauf verschlimmert hätte, hat Heseltine aber Premierministerin Margaret Thatcher empfohlen, Rückzugspläne auszuarbeiten.

Letztlich endete der Falklandkrieg eine Woche nach dem Turnierbeginn am 20. Juni 1982 nach elf Wochen Dauer.

Zu dem Konflikt war es gekommen, weil Argentinien die vor seiner Küste liegenden Falkland-Inseln sowie Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln beansprucht hatte, die seit 1833 zum Territorium des Vereinigten Königsreichs gehören.

Großbritannien ging als Sieger aus dem Konflikt hervor, bei dem 907 Menschen starben.

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