Die Gewalt im Fußball nimmt in den Niederlanden nicht ab.

Die Trainer des Zweitligisten MVV Maastricht, Tini Ruijs und Coocky (Dick) Voorn, ehemaliger Assistent des Hamburger Bundesligatrainers Bert van Marwijk, haben die Konsequenzen aus den brutalen Fanangriffen während und nach dem verlorenen Pokal-Achtelfinale gegen den Amateurklub JVC Cuijk (1:2) gezogen und sind mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.

In der Halbzeitpause in Cuijk war Maastrichts Cheftrainer Ruijs von einem Fan geschlagen worden.

Zuschauer versuchten nach dem Schlusspfiff das Vereinsgebäude zu stürmen, konnten jedoch von der Polizei gehindert werden.

Bei der Aktion wurden vier Polizisten verletzt.

Ruijs Familie, die während der Partie auf der Tribüne gesessen hatte, wurde bedroht und bekam Polizeischutz.

Aus Sicherheitsgründen hatte MVV Maastricht das Donnerstagtraining abgesagt.

"Bei dieser Fangewalt kann ich es nicht verantworten, meine Aufgabe als Cheftrainer fortzuführen. Wenn die Sicherheit meiner Familie gefährdet ist, gebe ich alles andere auf", sagte Ruijs.

Auf der Vereins-Website erklärte MVV-Vorsitzender Paul Rinkens: "Was Tini und Cooky passiert ist, ist sehr traurig. Wir finden es schrecklich für sie und ihren Familien. Wir bedauern ihren Weggang."

Festnahmen einiger Gewalttäter werden nicht ausgeschlossen. Der niederländische Fußballverband KNVB, der Verein und die Polizei analysieren derzeit das vorhandene Bildmaterial.

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