Die Markierungen von Referee Bakary Gassama zwischen Freistoßschützen und -mauer kommen bei den Bayern-Akteuren nicht gut an © getty

Der Einsatz von Markierungsspray zur Einhaltung des vorgegebenen Abstandes zwischen der Freistoßmauer und dem Schützen ist beim FC Bayern auf wenig Gegenliebe gestoßen.

"Wir hätten manchmal gern schneller gespielt, aber der Schiedsrichter malt dann da rum", sagte Torhüter Manuel Neuer nach dem Halbfinale der Klub-WM am Dienstagabend in Agadir gegen Guangzhou Evergrande aus China (3:0).

In der Partie war es aufgrund des Hilfsmittels immer wieder zu Verzögerungen im Spielablauf gekommen.

Besonders eine Szene in den Anfangsminuten wirkte skurril.

Bei einem Freistoß vom linken Flügel achtete Schiedsrichter Bakary Gassama aus Gambia penibel genau auf die Einhaltung des Abstandes der chinesischen Abwehrspieler.

Nach Einschätzung von Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer habe das Ganze "rund drei Minuten" gedauert.

Die FIFA setzt das Spray in Marokko erstmals bei einem Turnier dieser Größenordnung ein.

Bisher hatte man es vornehmlich bei internationalen Jugendturnieren getestet.

Auf weniger Skepsis stieß hingegen die bei der Klub-WM ebenfalls im Einsatz befindliche Torlinientechnologie, die von Toni Kroos sogleich auf die Probe gestellt wurde.

Der Schuss des Mittelfeldspielers in 25. Minute war gegen die Unterkante der Latte und von dort auf die Torlinie geprallt.

Eine Animation an der Anzeigetafel verdeutlichte dies.

"Das hätte man zwar auch so sehen können", meinte Kroos und fügte augenzwinkernd hinzu: "Aber wenn man die Technik schon da hat, muss man sie auch ausprobieren."

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