Die Staatsanwaltschaft des Obersten Sportgerichts Brasiliens STJD hat nach den brutalen Gewaltexzessen am Sonntag in der Erstligapartie Atletico Paranaense gegen Vasco da Gama Rekordstrafen gefordert.

Beiden Klubs drohen ein Stadionverbot für 20 Spiele sowie Geldbußen zwischen umgerechnet 62.500 und 125.000 Euro. Die Verhandlung soll möglichst noch für diese Woche angesetzt werden.

Derweil hat Vasco Protest gegen das Ergebnis (1:5) und den damit besiegelten Abstieg in die zweite Liga eingelegt.

Die Partie, die wegen einer bestehenden Platzsperre gegen Atletico von Curitiba ins 107 Kilometer entfernte Joinville verlegt worden war, wurde nach den Fan-Krawallen für 73 Minuten unterbrochen. Die Spielordnung des Verbandes CBF sieht aber nur eine maximale Pause von 60 Minuten vor. Danach ist ein Spielabbruch vorgeschrieben.

Nach der wüsten Keilerei, bei der vier Fans mit ernsteren Verletzungen ins Krankenhaus mussten, und von der TV-Bilder rund sieben Monate vor der WM in Brasilien weltweit für Entsetzen sorgten, könnte für die betroffenen Klubs erstmals die ab 2014 zugelassene Strafe von "Geisterspielen" unter Ausschluss des Publikums ausgesprochen werden.

Zudem muss sich Schiedsrichter Ricardo Ribero wegen des Wiederanpfiffs trotz weiter bestehender Sicherheitsrisiken vor dem Sportgericht verantworten.

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