Teixeira war von 1989-2012 Präsident des brasilianischen Fußball-Nationalverbands © getty

Das europäische Steuerparadies Andorra hat den "Fluchtplänen" des brasilianischen Funktionärs Ricardo Teixeira einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der am Schmiergeldskandal des Weltverbandes FIFA beteiligte 66-Jährige, wollte ins kleine Fürstentum auswandern, weil der Pyrenäenstaat kein Auslieferungsabkommen mit Brasilien hat.

Teixeira war im März 2012 nach 23 Jahren an der Spitze des nationalen Verband CBF zurückgetreten war.

Laut der Tageszeitung Diari di Andorra verlängerten die örtlichen Behörden nach neuen Betrugsvorwürfen jedoch das im Vorjahr ausgestellte Visum nicht.

Offiziell, weil Teixeira, dem in seiner Heimat wegen Finanzvergehen eine strafrechtliche Verfolgung droht, nicht die erforderlichen drei Monate im Kleinstaat zwischen Spanien und Frankreich gelebt hat.

Der Brasilianer hatte sich bereits ein Haus im auserkorenen Exil gekauft.

Der jüngste Skandal kam im vergangenen August ans Tageslicht.

Die Zeitung Estado de Sao Paulo berichtete, dass Gelder aus Freundschaftsspielen der Selecao an Teixeiras Geschäftspartner Sandro Rosell, Präsident des spanischen Spitzenklubs FC Barcelona, gezahlt wurden.

Es sollen über acht Millionen Euro gewesen sein.

Dessen Firma hat zwar einen Sitz in den USA, das Geld, angeblich Honorare für eine bislang nicht näher definierte Leistung, wurde aber auf Bankkonten in Andorra überwiesen.

Aus im Juni 2012 veröffentlichten Gerichtsdokumenten war hervorgegangen, dass Teixeira und sein früherer Schwiegervater Joao Havelange, langjähriger FIFA-Präsident, von der inzwischen pleitegegangenen FIFA-Vermarktungsagentur ISL Schmiergelder erhalten hatten.

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