Innerhalb weniger Stunden hat Brasiliens Fußball am Wochenende zwei seiner alten Weltmeister verloren. Gylmar dos Santos Neves, der bei den Titelgewinnen 1958 und 1962 im Tor stand, verstarb am Sonntag, drei Tage nach seinem 83. Geburtstag, an den Folgen eines Herzinfarkts.

Nilton de Sordi schied am Samstag im Alter von 82 Jahren nach einem totalen Organversagen aus dem Leben.

Gylmar, der auf Klubebene bei Corinthians SC und dann als zweimaliger Weltpokalsieger mit dem FC Santos zum Idol wurde, erlitt bereits 2000 einen Gehirnschlag, war seitdem rechtsseitig gelähmt und konnte kaum noch sprechen.

Ein Herzinfarkt in der vergangenen Woche brachte seinen Gesundheitszustand endgültig an einen kritischen Punkt.

Einer der besten Torhüter Brasiliens stand 94 Mal bei offiziellen Länderspielen zwischen den Pfosten und hatte beim frühen WM-Aus 1966 seinen letzten großen internationalen Auftritt.

1983 kehrte die Torwartlegende als Selecao-Direktor zur Nationalmannschaft zurück, musste aber nach nur acht Monaten gemeinsam mit dem damaligen Trainer Carlos Alberto Parreira seinen Hut nehmen.

Auch de Sordi litt seit Jahren an gesundheitlichen Problemen, kämpfte mit der Parkinson-Krankheit. Bei der WM 1958 in Schweden war der Rechtsverteidiger des FC Sao Paulo Stammspieler, ehe eine Verletzung ihm den Einsatz im Finale gegen die Gastgeber (5:2) verwehrte. Sein damaliger "Ersatzmann" Djalma Santos war im vergangenen Monat verstorben.

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