Im ersten Heim-Länderspiel seit zehn Jahren und im ersten direkten Aufeinandertreffen seit 1977 in Kabul hat die afghanische Nationalmannschaft den Nachbarn und Erzrivalen aus Pakistan 3:0 (1:0) geschlagen.

Viel wichtiger als das sportliche Ergebnis: Die 6000 Zuschauer im ausverkauften Stadion des afghanischen Fußballverbandes AFF feierten ihr Team und das Spiel als ein Zeichen für Freiheit und Frieden.

"Es zeigt, dass wir nach einer sehr schwierigen Phase wieder zur Normalität zurückkehren. Der afghanische Fußball hat in Bezug auf Organisation und Infrastruktur große Fortschritte gemacht. Wir sind überzeugt, dass der Fußball jetzt wieder eine größere Rolle in unserem Land spielen kann", hatte der AFF-Präsident Sayed Alireza Aghazada gesagt, das Spiel gab ihm recht.

Für Gastgeber Afghanistan lief auch Keeper Mansur Faqiryar vom Regionalligisten VfB Oldenburg auf.

"Es ist für mich eine Herzenssache, in meiner Geburtsstadt im afghanischen Nationaltrikot auflaufen zu dürfen", sagte der 27-Jährige der "Nordwest-Zeitung" im Vorfeld.

Das Duell der beiden Erzrivalen soll einen Wendepunkt in der krisengeschüttelten Region markieren und Aufbruchsstimmung für die junge afghanische Profi-Liga verbreiten. Für den Dezember ist bereits ein Rückspiel im pakistanischen Lahore terminiert.

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