Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat sich in Sao Paulo für den inhaftierten Breno stark gemacht, den beiden aktuellen Bayern-Profis sein Vertrauen ausgesprochen und die Unstimmigkeiten zwischen seinem Verband und dem deutschen Rekordmeister aus der Welt geräumt.

Im Falle des wegen schwerer Brandstiftung verurteilten ehemaligen Bayern-Profis Breno sei eine vorzeitige Haftentlassung von großem Vorteil für dessen Resozialisierung.

"Ich möchte bitten, darüber nachzudenken, ob der Junge nicht eine zweite Chance verdient hat", sagte der 64-Jährige in einem Interview mit der "FAZ": "Manchmal begehen wir Fehler, und wenn wir dann nach Absitzen der Strafe zurückkommen, kann es zu spät sein. Wir wären sehr dankbar, wenn die zuständigen Personen in Deutschland unsere Bitte anhören, auch weil es eine Bitte ganz Brasiliens ist."

Scolari schlug eine Rückkehr Brenos in dessen Heimatland als möglichen Lösungsansatz vor: "Vielleicht können wir helfen, die Situation, in der er sich befindet, zu einem schnelleren Ende zu führen. Wenn man ihn nach Brasilien zurückkehren lässt und der Fußball wieder zu seinem Mittelpunkt wird, wäre das für ihn ein Neustart".

Der 23-jährige Breno war am 4. Juli 2012 zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, nachdem er in der Nacht zum 20. September 2011 seine gemietete Villa im Münchner Vorort Grünwald in Brand gesetzt hatte.

Die Revision des Brasilianers war im Januar vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe abgewiesen worden.

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