Nach dem Skandalspiel zwischen Kevin Kuranyis Klub Dynamo Moskau und Meister Zenit St. Petersburg hat der russische Fußballverband RFU drakonische Strafen gegen beide Vereine verhängt.

Wegen Ausschreitungen von Zenit-Rowdys, die zum Abbruch des Ligaspiels geführt hatten, muss der Klub von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer seine nächsten beiden Heimspiele unter Ausschluss der Zuschauer bestreiten.

Zudem wertete der RFU die Begegnung mit 0:3 als verloren für St. Petersburg. Auch Kevin Kuranyis Klub Dynamo wurde zu einem Heimspiel vor leeren Rängen verurteilt, da die Gastgeber das Fehlverhalten nicht verhindern konnten.

Beide Vereine wurden zudem mit einer Geldstrafe von umgerechnet gut 12.000 Euro belegt. Zenit kündigte bereits an, das Urteil anzufechten. Die nächsten beiden Heimspiele bestreitet das Team gegen Spitzenreiter ZSKA und das zweitplatzierte Anschi Machatschkala.

Das Spiel in der Moskauer Chimki-Arena war am vergangenen Samstag in der 36. Minute beim Stand von 1:0 für Dynamo abgebrochen worden, nachdem Zenit-Hooligans Moskaus Torwart Anton Schunin mit Feuerwerkskörpern beworfen hatten.

Der Nationalspieler erlitt Verbrennungen an Horn- und Bindehaut sowie an den Augenlidern und muss mindestens zehn Tage pausieren.

Der kriselnde Meister Zenit belegt mit sechs Punkten Rückstand auf ZSKA weiterhin den dritten Platz, Dynamo bleibt trotz des Sieges am grünen Tisch Zehnter.

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