Der russische Fußball hat seinen nächsten Skandal. Dynamo Moskaus Nationaltorhüter Anton Schunin ist beim Ligaspiel gegen Meister Zenit St. Petersburg kurz vor Ende der ersten Halbzeit von einem Feuerwerkskörper getroffen worden.

Die Begegnung wurde daraufhin beim Stand von 1:0 für die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi abgebrochen. Wladimir Granat (27. Minute) hatte für Dynamo getroffen.

"Etwas kam angeflogen und explodierte direkt vor meinem Gesicht", beschrieb Schunin anschließend die Situation: "Ich habe Probleme mit den Augen und kann nichts hören."

Der 25-Jährige, der als dritter Torhüter im russischen EM-Kader stand, wurde zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Er erlitt Verbrennungen an Horn- und Bindehaut sowie an den Augenlidern und muss mindestens zehn Tage pausieren.

Bereits vor dem Spiel soll es laut russischen Medien zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen gekommen sein. Rund 30 Zenit-Anhänger sollen im Stadtteil Chimki Dynamo-Fans angegriffen haben.

St. Petersburg, derzeit mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer ZSKA Moskau Zweiter, droht jetzt eine Niederlage am Grünen Tisch sowie eine saftige Strafe vom russischen Verband.

Dynamo-Sprecher Konstantin Wybornow forderte entsprechend harte Sanktionen gegen Zenit und die Wertung des Spiels zugunsten der Moskowiter.

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