Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß im Gegenzug für dessen Kritik an seinem Buch erneut gekontert.

In Bezug auf Hoeneß' negativen Aussagen über WM-Gastgeber Südafrika im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2010 las Zwanziger dem FCB-Boss kräftig die Leviten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe damals Zeitungsanzeigen in Südafrika schalten müssen, um sich für Hoeneß zu entschuldigen.

Dies sei auch maßgeblich vom heutigen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, damals DFB-Generalsekretär, forciert worden. Hoeneß hatte die Vergabe der WM-Endrunde an Südafrika als "eine der größten Fehlentscheidungen" des Weltverbandes FIFA bezeichnet.

Zwanziger hatte in seinem Buch harsche Kritik an Bayern-Präsident Hoeneß geübt. Außerdem hatte der 67-Jährige Vertragsdetails und weitere Interna aus seiner Amtszeit publik gemacht. Hoeneß hatte ihn seinerseits als schlechten DFB-Präsidenten bezeichnet. Niersbach wiederum hatte erklärt, er könne Hoeneß nicht widersprechen.

Nach dem ganzen Wirbel hatte Ex-Nationalspieler Günter Netzer seine Teilnahme an der Präsentation abgesagt. Dafür zeigte Zwanziger am Mittwochabend Verständnis.

Seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach, der sich in der Auseinandersetzung auf die Seite von Hoeneß geschlagen hatte, erinnerte Zwanziger erneut an die "soziale Verantwortung" eines DFB-Präsidenten. Fußball sei mehr als ein 1:0, so Zwanziger.

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