Im Kampf gegen Spielmanipulationen und Korruption im Fußball plant Russland bis zum Jahresende ein neues Gesetz, mit dem Tätern einen Gefängnisstrafe von bis zu sieben Jahren droht.

"Wir reden über eine ganze Reihe an Maßnahmen, die darauf abzielen, die Verfälschung von Ergebnissen, illegales Wetten und Spielmanipulationen zu bekämpfen", sagte Sportminister Witali Mutko am Freitag. Neben einer drakonischen Gefängnisstrafe soll es auch Geldstrafen von bis zu einer Million Rubel (ca. 25.000 Euro) geben.

Laut Experten soll es im WM-Gastgeberland von 2018 sehr häufig zu Spielmanipulationen kommen. Eine Befragung von fast 3400 Spielern aus Osteuropa seitens der Spielergewerkschaft FIFPro in diesem Jahr ergab, dass in Russland 43,5 Prozent der Partien manipuliert werden.

Als einzigem Team wurde ein entsprechender Versuch aber bisher dem Zweitligisten Iriston Wladikawkas nachgewiesen. Die Mannschaft wurde deswegen 1997 aus der Liga geworfen, später aber für eine untere Spielklasse wieder zugelassen.

Zuletzt hatte Chris Eaton, früherer Sicherheitschef des Fußball-Weltverbandes FIFA, Russland aufgefordert, sich verstärkt dem Problem der Korruption zu stellen und Maßnahmen zu ergreifen.

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