FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich am Freitag gegen eine Vorqualifikation in Europa für die Ausscheidungsspiele zu WM-Endrunden ausgesprochen.

"Lasst die Kleinen gegen die Großen spielen. Liechtenstein hat zuletzt großartige Resultate erzielt. Und ich erinnere an die Färöer, die einst gegen Österreich gewonnen haben. Lasst die Kleinen spielen und auf eine Überraschung hoffen", sagte der Schweizer auf einer Pressekonferenz nach einer zweitägigen Sitzung des Exekutivkomitees des Fußball-Weltverbandes in Zürich.

Der 76-Jährige stellte zudem nochmals klar, dass es im Exko keinen Widerstand gegen den von ihm eingeleiteten Reformprozess gebe:

"Es gab keine Stimme im Exekutivkomitee, die sich dagegen ausgesprochen hat. Das Exekutivkomitee steht hinter mir, denn es ist meine Reform. Ich bin überzeugt, dass wir diese Reform durchführen mussten. Es geht vorwärts, wir machen Fortschritte."

Brasilianische Journalisten stellten kritische Fragen bezüglich des am Donnerstag verabschiedeten Spielplans für die WM 2014 in Brasilien mit den Anstoßzeiten der Spiele. "Ich kann versichern, dass es keine kommerziellen Gründe gab", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke, "für uns steht die Gesundheit der Spieler immer im Vordergrund."

Es wurde moniert, dass etliche WM-Spiele zur Mittagszeit (Ortszeit) angepfiffen werden, wenn unter Umständen große Hitze bzw. große Luftfeuchtigkeit herrscht.

Am Rande der Exko-Sitzung wurde bekannt, dass die WM 2018 in Russland in elf Städten ausgetragen wird. "Die FIFA hat sich entschieden, zwölf Stadien in elf Städten zu nutzen", sagte Russlands Sportminister und OK-Chef Witali Mutko. Die elf ausgewählten Städte werden am Samstag offiziell bekannt gegeben.

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