Der Weltverband FIFA will die Korruption im internationalen Fußball verstärkt mit Hilfe von anonymen Informanten bekämpfen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll in Kürze ein umfangreiches Whistleblower-Programm starten, das Hinweisgebern die Möglichkeit gibt, auf sichere Weise Informationen zu bestechlichen Funktionären und Missständen zu melden.

"Es ist ein Muss für jede Organisation, die Korruption seriös bekämpfen will. Das System wird zeitnah eingerichtet", sagte der neue FIFA-Sicherheitschef Ralf Mutschke der "FAZ".

Dienen sollen die Erkenntnisse vor allem dem neuen FIFA-Chefermittler Michael Garcia sowie dem deutschen Richter Joachim Ecker, Spruchkammer-Vorsitzender der zweigeteilten FIFA-Ethikkommission.

"Korruption ist ein abgeschottetes System, meist ohne Verträge oder Beweise. Ohne manche anonyme Hinweisgeber hätten in der Wirtschaft einige große Verfahren nicht geführt werden können", sagte Eckert, der einen Straferlass für kooperationswillige Tätern in Betracht zeiht: "Man müsste über eine Amnestie nachdenken."

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