Die UEFA hat eine erste Maßnahme im Rahmen des Financial Fairplays gestartet. Der Verband behält bis auf Weiteres die Spielprämien für 23 Vereine, die an den UEFA-Klubwettbewerben 2012/13 teilnehmen, ein.

Unter den betroffenen Klubs finden sich klangvolle Namen wie Fenerbahce Istanbul, Rubin Kasan und Europa-League-Sieger Atletico Madrid, die 2011 47 Millionen Euro für Stürmer Falcao ausgaben.

Die Untersuchungskammer der UEFA-Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) stellte auf ihrer jüngsten Sitzung im August fest, dass in 23 Fällen überfällige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Klubs und/oder Arbeitnehmern und/oder Sozialversicherungsinstitutionen bzw. Steuerbehörden in beträchtlicher Höhe bestanden.

Die FKKK unter Vorsitz des früheren belgischen Premierministers Jean-Luc Dehaene erwartet nun von den betroffenen Klubs bis zum 30. September einen ausführlichen Bericht über die ausstehenden Zahlungen.

Die vorsorglichen Maßnahmen bleiben in Kraft, bis alle Verbindlichkeiten beglichen seien, hieß es vonseiten der UEFA. Die UEFA hat sich mit dem Financial Fair Play zum Ziel gesetzt, dass die Vereine nicht mehr über ihre Verhältnisse leben dürfen.

Die Bilanzen werden erstmals im Jahr 2013 geprüft. Zuletzt hatte UEFA-Präsident Michel Platini angekündigt, dass erste Verstoße schon früher geahndet würden.

Betroffen sind folgende 23 Vereine:

Borac Banja Luka, FK Sarajevo, FK Zeljeznicar (alle Bosnien-Herzegowina), Buducnost Podgorica, Rudar Pjevlja (beide Montenegro), Ruch Chorzow (Polen), ZSKA Sofia (Bulgarien), Sporting Lissabon (Portugal), Hajduk Split, NK Osijek (beide Kroatien), Dinamo Bukarest, Rapid Bukarest, FC Vaslui (alle Rumänien), Atletico Madrid, FC Malaga (beide Spanien), Rubin Kasan (Russland), Maccabi Netanya (Israel), Partizan Belgrad, FK Vojvodina (beide Serbien), KF Shkendija (Mazedonien), FC Floriana (Malta), Eskisehirspor, Fenerbahce Istanbul (beide Türkei)

Weiterlesen