Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Entwicklung der populärsten Sportart in Indien zum großen Ziel erklärt.

"Bei einer Bevölkerung von 1,2 Milliarden kann es doch nicht sein, dass es nur Kricket gibt. Es gibt definitiv Platz für den Fußball, zumal der Fußball in den Schulen schon sehr verbreitet ist", erklärte der FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke zum Abschluss eines viertägigen Besuches einer FIFA-Delegation in Indien.

Dabei versprach der Weltverband, seine Unterstützung für die Entwicklung des Fußballs über die bereits bestehenden Projekte der Initiative "In Indien mit Indien gewinnen" auszubauen.

Valcke und Praful Patel, Präsident des indischen Verbands (AIFF), unterzeichneten im Rahmen einer Medienkonferenz in Neu Delhi eine Grundsatzvereinbarung mit konkreten Zielen, insbesondere hinsichtlich Strategie und Management, technische Entwicklung, Liga- und Vereinsführung.

Eine mangelhafte Infrastruktur, ein Nationalteam, das in der Weltrangliste derzeit auf Platz 169 liegt, und eine nationale Liga, die im Wettstreit mit anderen, insbesondere europäischen Ligen Mühe hat, Fans in die Stadien und vor die Fernsehschirme zu locken, sind nur einige der Herausforderungen, mit denen der indische Fussball konfrontiert ist.

"Mit Indien lancieren wir einen zehnjährigen Entwicklungsplan, der unter anderem die Austragung der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2017 in Indien vorsieht, sofern das FIFA-Exekutivkomitee zustimmt. Ohne eine starke Basis, sprich den Kinderfußball, gibt es keinen Fußball. Auch die fehlende Infrastruktur schränkt das Fußballwachstum ein. Auch hier werden wir aktiv werden", ergänzte Valcke, der sich zudem einen Dominoeffekt auf die benachbarten Länder erhofft.

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