Der Weltverband FIFA hat auf dem 62. Kongress in Budapest die Einführung einer weltweiten Spielerversicherung beschlossen, die den Klubs als Arbeitgeber der Profis zugute kommt.

Damit soll der verletzungsbedingte Ausfall von Akteuren bei Einsätzen in internationalen Spielen abgefedert werden.

Erst am vergangenen Dienstag hatte in München das Kompensationsspiel für den niederländischen Nationalspieler Arjen Robben von Bayern München im Duell gegen die Elftal stattgefunden.

Robben hatte aufgrund seiner bei der WM 2010 in Südafrika erlittenen schweren Verletzung den Bayern rund ein halbes Jahr in der Saison 2010/2011 nicht zur Verfügung gestanden.

Der FC Bayern hatte harsche Kritik geübt und eine Entschädigung vom königlich-niederländischen Fußball-Verband KNVB verlangt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will allerdings an seiner bereits bestehenden Versicherung festhalten. "Sie geht über die verabschiedete Spielerversicherung hinaus und deckt sogar das Risiko einer Invalidität ab", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in Budapest.

Die FIFA-Spielerversicherung beginnt am 1. September 2012 und gilt zunächst bis zum 14. Dezember 2014.

Zugrundegelegt wird das fixierte Jahresgehalt des Spielers, die maximale Tagesgeldpauschale beträgt 27.000 US-Dollar. Maximal kann ein komplettes Jahr eine Entschädigung gezahlt werden.

Die Versicherungs-Höchstsumme pro Spieler, die an den Verein gezahlt wird, ist mit 9,7 Millionen US-Dollar gedeckelt.

Die Kosten der FIFA für die Versicherung beläuft sich auf 75 Millionen US-Dollar. Für die EM 2012 gibt es für den Zeitraum 15. Mai bis 31. August 2012 eine über die Europäische Fußball-Union (UEFA) abgeschlossene Separatversicherung für die Spieler.

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