Am 31. Mai wird der Weltverband FIFA Vertreter der europäischen Konföderation UEFA sowie des serbischen Verbandes im FIFA-Haus in Zürich treffen, um den Fall Kosovo zu besprechen.

Auf der Exekutivsitzung der FIFA am Montag in Budapest war entschieden worden, dass Freundschaftsspiele von Mannschaften von FIFA-Mitgliedsverbänden gegen Teams des Fußball-Verbandes von Kosovo FKK erlaubt werden, obwohl der Kosovo weder Mitglied im Weltverband noch in der UEFA ist.

Der Entschluss des FIFA-Exko's war sowohl von UEFA-Präsident Michel Platini als auch vom serbischen Verbandschef Tomislav Karadzic skeptisch aufgenommen worden. "Es ist eine politische Entscheidung, aber es ist keine Fußball-Entscheidung", sagte Platini im Vorfeld des FIFA-Kongresses in Budapest.

Karadzic hält einen Beitritt der Balkan-Provinz Kosovo in die UEFA als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der FIFA für ausgeschlossen. Voraussetzung sei die Anerkennung als unabhängiger Staat durch die Vereinten Nationen, dies gehe aus den UEFA-Statuten hervor, so Karadzic in einer offiziellen Stellungnahme des serbischen Verbandes.

Das Exekutivkomitee der FIFA mit Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger wird am 4. Juli auf einer außerordentlichen Sitzung die Ergebnisse des Treffens des Weltverbandes mit UEFA und serbischem Verband vom 31. Mai nochmals diskutieren.

Weiterlesen