Jeffrey Webb ist zum neuen Präsidenten des Verbandes für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik CONCACAF gewählt worden.

Der 47 Jahre alte Verbandschef der Cayman-Inseln tritt damit die Nachfolge des umstrittenen Jack Warner an.

Warner hatte 21 Jahre lang an der Spitze der CONCACAF gestanden, bevor er im Juni 2011 in Folge eines Korruptionsskandals von allen Ämtern zurücktreten musste.

FIFA-Präsident Joseph Blatter zeigte sich beim Kongress in Budapest erfreut über die Wahl von Webb und setzte große Hoffnungen in den neuen CONCACAF-Präsidenten.

"Ihr habt einen großen Schritt vorwärts gemacht. Die Glaubwürdigkeit in den Verband kann nun zurückkehren - und diese Glaubwürdigkeit benötigen wird derzeit mehr als alles andere", sagte Blatter.

Auch Webb erklärte im Anschluss an seine Wahl, dass er sich der Bedeutung seiner Aufgabe bewusst sei: "Es bricht ein neuer Tag für den CONCACAF an. Wir repräsentieren einen großartigen Verband mit über 540 Millionen Menschen, die an uns alle glauben und denen wir Hoffnung bieten wollen. Daher müssen wir Verantwortung dafür, dass sich unsere jüngste Geschichte nicht wiederholt", sagte Webb unter dem Applaus der Delegierten.

Das Vertrauen in den Verband war durch eine Schmiergeld-Affäre im Rahmen der letzten FIFA-Präsidentschaftswahl erschüttert worden.

Vorgänger Warner soll zusammen mit Mohammed Bin Hammam versucht haben, Stimmen für die Kandidatur Bin Hammams gegen Amtsinhaber Blatter zu kaufen. Das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) in dem Prozess wird Ende Juni erwartet.

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