Am Vorabend des Europa-League-Endspiels in Bukarest hat ein Spielabbruch ein schlechtes Licht auf den rumänischen Fußball geworfen.

Am Dienstagabend konnte das Derby zwischen Spitzenreiter CFR Cluj und Universitatea Cluj nicht fortgesetzt werden, weil sich das CFR-Team nach einer Massenrangelei wegen Sicherheitsbedenken weigerte, das Spiel fortzusetzen.

Universitateas Torwart Mircea Bornescu hatte die Tumulte auf dem Rasen in der ersten Halbzeit ausgelöst. Nachdem er einen Elfmetertor durch CFR-Kapitän Ricardo Cadu kassiert hatte, rannte er dem jubelnden Torschützen hinterher und stieß ihn um.

Danach kam es zu einer minutenlangen Rangelei, an der nahezu alle Spieler und Betreuer beteiligt waren.

Cadu und Bornescu sahen die Rote Karte. Daraufhin wies CFR-Trainer Ioan Andone seine Spieler an, in die Kabine zu gehen. Sie kehrten nicht mehr auf das Feld zurück.

Nach Meinung des CFR-Präsidenten Iuliu Muresan wäre es "normal, wenn das Spiel mit 3: 0 für uns gewertet würde, da unsere Sicherheit nicht garantiert werden konnte".

Im Europa-League-Finale in Bukarest treffen am Mittwochabend die spanischen Klubs Athletic Bilbao und Atletico Madrid (20.45 Uhr) aufeinander.

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