FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich am Freitag erneut für eine schelle Einführung der Torlinien-Technik im Fußball ausgesprochen.

Einen Tag vor dem Treffen des für Regeländerungen zuständigen International Football Association Board (IFAB), das im englischen Surrey die Ergebnisse einer ersten Testphase auswertet, sagte der Schweizer:

"Ich denke, ich kann das IFAB davon überzeugen, dass wir mit der Technologie gehen. Wir können es uns nicht erlauben, untätig zu bleiben und abzuwarten, was passiert."

Blatter, lange ein Gegner von Technik im Fußball, hatte spätestens mit dem nicht gegebenen Treffer des Engländers Frank Lampard im Achtelfinale der WM 2010 in Südafrika gegen Deutschland (1:4) seine Meinung geändert.

"Wir wollen keine Wiederholung der letzten WM", sagte der FIFA-Boss.

Sein möglicher Nachfolger, UEFA-Boss Michel Platini, steht der Einführung einer Torlinien-Technik allerdings kritisch gegenüber. Der Franzose favorisiert den Einsatz von zwei Torrichtern.

"Platini will es (die Torlinien-Technik, d. Red.) nicht, aber möchte nicht noch einmal bei einer WM Zeuge einer solchen Situation sein", sagte Blatter: "Da würde ich sterben."

Die endgültige Entscheidung fällt das IFAB einen Tag nach dem Finale (1. Juli) der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine auf einer Sondersitzung.

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