Mario Balotelli traf in 42 Ligaspielen für AC Mailand 26 Mal © getty

Erneuter Rassismus-Skandal um Mario Balotelli.

Der Stürmer des AC Mailand wurde am Mittwoch im verbandseigenen Trainingszentrum in Coverciano bei Florenz zum Opfer rassistischer Beleidigungen.

Einige Jugendliche beschimpften den 23-Jährigen, während dieser mit einigen Teamkollegen trainierte und beleidigten ihn mit rassistischen Schimpfwörtern.

"So etwas geschieht nur in Florenz und in Rom", kommentierte der sichtbar verärgerte Angreifer.

Später wurde die Polizei gerufen, die die Jugendlichen entfernten. Die Sicherheitskontrollen in Coverciano sollen verschärft werden.

Bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine hatte Balotelli mit zwei Toren den Siegeszug der deutschen Mannschaft im Halbfinale zum 2:1-Sieg der Azzurri im Alleingang beendet.

Balotelli war schon wiederholt Ziel von rassistischen Auswüchsen geworden.

Vor Jahresfrist war der AS Rom nach rassistischen Beschimpfungen von Roma-Tifosi in Richtung Balotelli mit einem Teilausschluss bestraft worden, nachdem zunächst nur eine Geldbuße von 50.000 Euro verhängt wurde.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte die seiner Meinung nach zu milde Geldstrafe kritisiert.

"Eine Geldstrafe alleine bringt nichts, das ist inakzeptabel. Ich bin damit nicht glücklich und werde mich direkt an den italienischen Verband wenden", hatte Blatter erklärt.

Am Mittwoch war eine doppelte Trainingseinheit geplant, danach war eine dreitägige Pause geplant. Am Sonntag nehmen die Spieler der italienischen Nationalmannschaft das Training wieder auf.

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