Vor dem italienischen Pokalfinale gab es heftige Ausschreitungen © getty

Nach den heftigen Ausschreitungen vor dem italienischen Pokalfinale zwischen dem SSC Neapel und dem AC Florenz (3:1) plant die Regierung in Rom lebenslange Stadionsperren für gewalttätige Hooligans.

"Die Maßnahme ist sehr streng, doch man muss die Strafen gegen Gewalttätige verschärfen", sagte Innenminister Angelino Alfano der Tageszeitung "La Stampa".

Eine Stadionsperre ist in Italien bisher auf fünf Jahre begrenzt, Wiederholungstätern droht eine Sperre von weiteren fünf Jahren.

Der Zustand des bei einer Schießerei vor dem Pokalfinale am Samstag in Rom verletzten Neapel-Fans hat sich inzwischen etwas gebessert.

Ciro Esposito befinde sich inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr, könnte aber gelähmt bleiben, teilten die behandelnden Ärzte mit.

Der 30-Jährige musste sich einer mehrstündigen Operation unterziehen, bei der ihm eine Kugel entfernt wurde.

Die Kugel hatte seine Lunge durchbohrt und steckte nahe der Wirbelsäule fest.

Auch gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen seiner Beteiligung an den Ausschreitungen.

Die römische Polizei bestätigte indes, dass der Anhänger des AS Rom, der wegen der Schießerei festgenommen wurde, auf die Neapel-Fans vier Pistolenschüsse gefeuert hatte.

Er sei von den SSC-Anhängern provoziert wurden, so die Polizei. Dem Mann, der sich bei den Auseinandersetzungen ein Bein brach, wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

Gegen einen festgenommenen 33 Jahre alten Neapel-Fan wurde unterdessen ein fünfjähriges Stadionverbot verhängt.

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