Während ganz Italien "Handballer" Miroslav Klose als fairen Sportsmann lobt, muss der deutsche Nationalspieler Kritik vom umstrittenen Ex-Lazio-Kapitän Paolo Di Canio hinnehmen. "Klose ist nicht so kristallklar wie es scheint", sagte Di Canio.

Klose hatte im Spiel beim SSC Neapel beim Stand von 0:0 ein Tor per Hand erzielt. Im Anschluss zeigte er seine Regelwidrigkeit allerdings Schiedsrichter Luca Banti an, der den Treffer daraufhin annullierte.

"Es ist offenkundig, dass Klose am Anfang den Schiedsrichter täuschen wollte. Er hat auch eine Weile sein Tor gefeiert. Nachdem er dann begriffen hat, dass die Videokameras alles aufgenommen haben und er eine schlechte Figur machen würde, hat er seinen Fehler zugegeben", äußerte Di Canio bei "Sky Sport 24".

Di Canio, der den englischen Klub Swindon Town trainiert, führte weiter aus: "Klose ist ein toller Profi, der wie jeder Fehler machen kann. Ich finde es jedoch übertrieben, ihn derart zu feiern, weil er sein Tor mit der Hand gemeldet hat."

Di Canio steht in der Kritik, weil er in seiner Zeit als Profi bei Lazio den Fans mehrfach den römischen Gruß, der Diktator Benito Mussolini gilt, gezeigt hatte.

2001 erhielt Di Canio dagegen sogar den FIFA Fairplay-Preis: Im Spiel West Ham United gegen FC Everton hätte der Italiener auf's leere Everton-Tor schießen können, hob stattdessen aber den Ball auf, weil FC-Keeper Paul Gerrard verletzt am Boden lag.

Dafür bekam Di Canio sogar Gelb. Die FIFA rühmte die Aktion seinerzeit als "besonders guten Akt sportmännischen Verhaltens".

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