Der italienische Fußballverband macht sich für den Zweitliga-Profi Simone Farina stark. Der 31-Jährige, der 2011 eine Bestechungssumme in Höhe von 200.000 Euro für die Manipulation eines Pokalspiels abgelehnt hat und in Italien seitdem ein Symbol des sauberen Fußballs ist, erhält bei seiner Jobsuche Unterstützung.

Der Vertrag des Abwehrspielers beim Zweitligisten AS Gubbio ist ausgelaufen, Farina ist jetzt arbeitslos.

"Wir dürfen ihn nicht alleine lassen. Farina ist ein Vorbild für jeden von uns im Sport. Wir hoffen, dass er bald einen neuen Vertrag haben wird, er verdient es", sagte der Präsident der Serie-B-Liga, Andrea Abodi.

Auch der Fußballverband (FIGC) appellierte an die Klubs, Farina unter Vertrag zu nehmen.

Dem Spieler von AS Gubbio war vor der Pokalbegegnung vom 30. November 2011 gegen den Erstligisten AC Cesena die sechsstellige Summe angeboten worden. Er sollte dafür sorgen, dass sein Team verliert.

Farina zeigte den Korruptionsversuch bei den Justizbehörden an und brachte damit die zweite Phase der Ermittlungen im ausgedehnten Wett- und Manipulationsskandal ins Rollen.

Sie führte zur Verhaftung von 17 Personen, darunter die des ehemaligen Kapitäns des Erstligisten Atalanta Bergamo, Cristiano Doni.

Als Belohnung für seine Ehrlichkeit wurde Farina von Nationalcoach Cesare Prandelli zu einem dreitägigen Training mit der italienischen Nationalmannschaft eingeladen.

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