Nach der Festnahme von Miroslav Kloses Teamkollegen Stefano Mauri setzt sich der italienische Erstligist Lazio Rom zur Wehr. Der Klub sei nicht in den Wettskandal verwickelt, stellte Lazio in einer Pressemitteilung klar.

Der zweimalige Meister zeigte sich zudem überzeugt, dass sein am Montag verhafteter Kapitän Mauri seine Unschuld beweisen werde. Mauri ist wegen Sportbetrugs festgenommen worden.

Auch der italienische Rekordmeister Juventus Turin verteidigte seinen Coach Antonio Conte vom Vorwurf der Verstrickungen in den Manipulationsskandal. "Wir stehen Conte zur Seite. Ich kenne den Coach seit 20 Jahren und weiß um seine Ehrlichkeit, Integrität und Loyalität", sagte Juve-Präsident Andrea Agnelli. Die Rolle Contes in der Affäre sei "unbedeutend".

Gegen den 42-Jährigen, der in der Saison 2010/2011 den AC Siena betreut hatte, wird ebenfalls wegen Sportbetrugs ermittelt. Laut den Staatsanwälten in Cremona wurden 2011 bis zu acht Siena-Matchs manipuliert.

Die Wohnung Contes, der seit einem Jahr den italienischen Rekordmeister trainiert, war am Montag von der Polizei durchsucht worden. "Ich und meine Spieler haben absolut nichts mit Manipulation zu tun. Im vergangenen Jahr hat Siena den Aufstieg in die Serie A mit großer Anstrengung geschafft. Dieser Erfolg ist einem phantastischem Team zu verdanken", sagte Conte. Er protestierte gegen die Durchsuchung seiner Wohnung, von den ermittelnden Staatsanwälten sei er jedoch nicht vernommen worden.

Sein Rechtsanwalt, Antonio De Rencis, beteuerte die Unschuld seines Mandanten. "Conte ist fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen", sagte der Verteidiger.

Betroffen von der Razzia waren mehrere Fußballer der Serie A und B, sowie Trainer und Manager. Zu ihnen zählen auch die Nationalspieler Domenico Criscito und Leonardo Bonucci, sowie der Stürmer des FC Genua, Giuseppe Sculli. Außerdem wurde die Wohnung des Chievo-Stürmers Sergio Pellissier durchsucht. Ihnen wird ebenfalls Sportbetrug vorgeworfen.

Verhaftet wurden in Ungarn auch fünf Mitglieder einer Organisation um den Singapurer Tan Seet Eng, der laut den Ermittlern einen asiatischen Wettring geleitet haben soll.

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