Mario Gomez wechselte im Sommer 2013 vom FC Bayern zum AC Florenz © getty

Mario Gomez wird das Pokalfinale des AC Florenz gegen den SSC Neapel wohl nur als Zuschauer erleben. Dennoch glaubt er an die WM.

München - Den Papst in der Tasche, einen Edelfan auf der Tribüne, doch Mario Gomez wohl nur als Zuschauer.

Der AC Florenz geht mit einer ganzen Schar von Glücksbringern in das Pokalfinale in Rom gegen den SSC Neapel (ab 20.50 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und LIVESCORES).

Nationalstürmer Gomez darf somit auf seinen ersten Titel nach dem Wechsel nach Italien hoffen - allerdings ohne etwas dazu beigetragen zu haben.

Fiorentina-Trainer Vincenzo Montella bezeichnete einen Einsatz des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs trotz Gomez' Rückkehr ins Mannschaftstrainings als "höchst unwahrscheinlich".

Zuletzt hatte Montella angedeutet, dass Gomez im Endspiel zumindest auf der Bank sitzen könnte.

Noch keine Einsatzminute

Im bisherigen Verlauf des Wettbewerbs kam der 28-Jährige noch keine Minute zum Einsatz.

Italienische Medien berichten zwar, dass Gomez im Kader stehen wird, dies war aber offenbar vor allem als Motivationshilfe oder Belohnung anzusehen. ( 778360 DIASHOW: Die Gomez-Verletzung )

Gomez glaubt an WM

Montella ließ durchblicken, dass er durchaus noch Angst vor einem verletzungsbedingten Rückschlag des Stürmers hat, nimmt ihn aber dennoch mit zum Finale: "Mario hat eine schwierige Saison erlebt und dennoch einen wichtigen Beitrag geleistet."

Gomez selbst glaubt nach wie vor an die WM-Teilnahme: "Ich bin voller Zuversicht, dass ich rechtzeitig wieder in Topform sein werde. Eine WM in Brasilien ist einfach das Größte", sagte der 28-Jährige der "Sport Bild".

Gomez hatte am 23. März eine Verletzung am Kollateralband im linken Knie erlitten. Medizinische Kontrollen bestätigten zwar eine Verbesserung, der Verein wollte zuletzt aber noch einen Rückfall verhindern. Der ehemalige Stuttgartert und Münchner stand aufgrund von Verletzungen in der laufenden Saison nur neunmal auf dem Platz und erzielte dabei drei Tore.

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Compper trifft im Viertelfinale

Einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zum möglichen ersten Titel der Fiorentina seit 13 Jahren hat auch Ex-Nationalspieler Marvin Compper geleistet.

Ihm war der Siegtreffer zum 2:1 gegen den AC Siena im Viertelfinale gelungen. Doch der ehemalige Mönchengladbacher und Hoffenheimer ist nur noch Ersatz, seit fast zwei Monaten kam er überhaupt nicht mehr zum Einsatz.

Namhafte Unterstützung

Gomez und Compper gehörten am Freitag zu den 28 Fiorentina-Spielern, als die Profis beider Teams im Vatikan von Papst Franziskus empfangen wurden.

Florenz kann zudem noch auf einen weiteren Talismann setzen: Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi wird als gebürtiger Florentiner, langjähriger Bürgermeister der Stadt und Fan des AC auf der Tribüne des Olympiastadions sitzen.

Montella hofft auf Rossi

Zudem hofft Trainer Montella - der in der Provinz Neapel geboren ist, aber nie für den SSC spielte - auf das Comeback von Giuseppe Rossi.

Der Nationalspieler hatte sich Anfang Januar eine Bänderverletzung zugezogen - zu diesem Zeitpunkt führte er die Torschützenliste der Serie A an.

Erhöhtes Polizeiaufgebot

Für das Duell zwischen dem Tabellendritten (Neapel) und dem -vierten hat die Polizei von Rom derweil größte Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

1500 Polizisten und mindestens 1000 Ordner sollen im Einsatz sein, um Ausschreitungen zu verhindern. In der Überzahl werden wohl die Florenz-Tifosi sein: 27.000 Fans sollen mit dem Bus aus der Toskana anreisen.

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