Per Mertesacker (r.) schrie nach der Pleite bei Manchester City seinen Kollegen Mesut Özil an © getty

Für Arsenal-Verteidiger Per Mertesacker ist der Streit mit Mesut Özil abgehakt.

Nach dem 3:6 bei Manchester City hatte der Verteidiger seinen Nationalmannschaftskollegen auf dem Platz angeschrien, weil Özil nicht den mitgereisten Arsenal-Fans applaudiert hatte.

Mertesacker dazu: "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Ernsthaft: Mesut ist in den letzten Jahren unheimlich erwachsen geworden. Wir haben den Vorteil, dass wir uns schon aus unserer gemeinsamen Bremer Zeit sehr gut kennen. Wir können uns die Meinung sagen, es kann auch mal krachen, aber wir kommen dann auch ganz schnell wieder miteinander klar", erklärte der 29-Jährige in der "Bild".

Eine gesunde Streitkultur ist für Mertesacker wichtig: "Nur Friede, Freude, Eierkuchen führt zu nichts, da kannst du dich als Mannschaft nicht entwickeln. Meiner Meinung nach ist es ohnehin nicht gut, dass die Streitkultur im Fußball heute mehr und mehr unterdrückt wird. Streiten kann auch fruchtbar sein."

Er selbst sei in der Premier League gereift: "Ich musste in der Premier League einen steinigen Weg gehen. Einige Fans, vor allem aber die Medien standen mir zu Beginn sehr kritisch gegenüber. Es hat einfach ein wenig gedauert, bis ich mich angepasst hatte", sagte Mertesacker.

Nun werde er in einem anderen Licht gesehen: "Seit gut einem halben Jahr merke ich aber, dass sich das wandelt. Ich habe mir offenbar Respekt erarbeiten können, meine Leistungen werden positiver bewertet."

Im Champions-League-Achtelfinale müssen die "Gunners" gegen Titelverteidiger Bayern ran. Für Mertesacker kein Problem: "Ich empfinde das als gutes Los! Wir haben beim 2:0 im Rückspiel in der vergangenen Saison bewiesen, dass wir ein Spitzenteam wie Bayern schlagen können. Deshalb steckt in dem Spiel auch sehr viel Brisanz."

In der letzten Saison habe man die Münchener schon zum Wanken gebracht: "Ich erinnere mich noch, welche Lähmung bei Bayern zu spüren war, als wir das 2:0 gemacht haben. Da sind sie fast gekippt. Und ich hatte auch jetzt nicht das Gefühl, dass die Bayern über uns als Gegner gejubelt haben."

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