Wäre es nach Wayne Rooney gegangen, würde Mesut Özil heute vielleicht für Manchester United anstatt für den FC Arsenal zaubern. Der englische Nationalspieler bat Teammanager Alex Ferguson im Jahre 2010, Özil von Werder Bremen nach Manchester zu holen.

Das erzählt Ferguson in seiner neuen Autobiographie "My Autobiography", die am Dienstag vorgestellt wurde und ab Donnerstag in den Buchhandlungen erhältlich ist.

Ferguson schreibt, er habe Rooney gesagt: "Das geht dich nichts an!" Özil wechselte zu Real Madrid - und drei Jahre später zu Arsenal.

Rooney kommt - wie einige andere Weggefährten - schlecht weg in Fergusons von Fußball-England mit Spannung erwartetem Buch. Rooney sei "not the quickest learner" (dt. etwa: nicht der Hellste), meint Ferguson, der im Sommer nach fast 27 Jahren bei Manchester United in Rente gegangen war.

Außerdem behauptet "Fergie", dass er Rooney vor zwei Jahren nach einem alkoholhaltigen Zwischenfall aus dem Team habe nehmen müssen.

Ferguson wiederholt die Geschichte, wonach der 27-Jährige ihn in der vergangenen Saison gebeten habe, den Verein verlassen zu dürfen. Dieses Problem habe er seinem Nachfolger David Moyes überlassen. Der legte sein Veto gegen einen Wechsel ein.

Neben Rooney bekommt auch David Beckham sein Fett weg.

Ferguson wirft dem "Spice Boy" Ruhmsucht vor: "Er hat es sich zur Mission gemacht, außerhalb des Spiels bekannt zu werden."

Beckham habe sich für "wichtiger" als Ferguson gehalten und habe den Klub deshalb verlassen müssen.

Dauerrivale FC Liverpool nimmt Ferguson ebenso aufs Korn wie Roy Keane, seinen früheren Kapitän bei United.

Außerdem erzählt der Schotte, dass ihm zwei Mal (1999 und 2001) der Posten als englischer Nationaltrainer angeboten worden sei.

Über eine seiner Absagen berichtet er, er habe keine zehn Sekunden Bedenkzeit benötigt: "In einer Million Jahren hätte ich England nicht trainieren können. Ich hätte mich nie mehr in Schottland blicken lassen können..."

Die Trainerlegende lobt zudem die deutsche Bundesliga in höchsten Tönen.

"Ich genieße es, deutschen Fußball zu schauen, die Liga ist großartig", sagte der langjährige Teammanager von Manchester United anlässlich der Vorstellung des Buches am Dienstag in London: "Die Strukturen sind sehr gut, die Stadion sind ständig voll, dazu großartige Tore."

Vor allem die beiden Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund und Bayern München beeindrucken Ferguson, der im Sommer nach fast 27 Jahren bei ManUnited in Rente gegangen war. "Das Personal der beiden Teams ist erstklassig. Dortmund hat sich in den letzten vier, fünf Jahren fantastisch entwickelt. Und Pep Guardiola, klar, er ist ein phänomenaler Trainer."

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