Der wegen rassistischer Beleidigung verurteilte John Terry erhält Unterstützung von seinem ehemaligen Trainer Jose Mourinho.

"Er ist kein Rassist, das ist zu 100 Prozent so", sagte der jetzige Coach von Real Madrid, der den ehemalige englischen Nationalmannschaftskapitän von 2004 bis 2007 beim FC Chelsea trainiert hatte.

Terry war am Donnerstag vom englischen Verband FA für vier Spiele gesperrt worden. Zudem belegte die FA den 31-Jährigen mit einer Geldstrafe von 277.427 Euro (220.000 Pfund).

Laut Mourinho hatte Terry damals zu allen zwölf afrikanischen Spieler im Team ein "ausgezeichnetes Verhältnis" gehabt, aber es könne sein, dass ein "rassistischer Kommentar" gefallen sei, da "im Fußball so etwas passieren kann.

Fußball ist mehr als ein Spiel, ab und zu verhält man sich dort so, wie man in Wirklichkeit gar nicht ist".

Der Verband sah es als erwiesen an, dass Terry Gegenspieler Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers im vergangenen Oktober bei einem Premier-League-Spiel rassistisch beleidigt habe.

Vor einem ordentlichen Gericht war Terry, der aus Ärger über die FA seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hatte, zunächst freigesprochen worden.

Für Gordon Taylor, Chef der Spielervereinigung englischer Fußballprofis PFA, haben sich die Verhandlungen viel zu lange hingezögert.

"Durch die Verzögerung kann eine solche Angelegenheit verfaulen, zudem entstehen Lager in der Fußball-Familie, die erst in langer Zeit wieder zusammenfinden werden - wenn überhaupt irgendwann", sagte Taylor.

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