Alex Horne, Generalsekretär des englischen Fußball-Verbandes FA, hat mit Unverständnis auf den Rücktritt von John Terry aus der Nationalmannschaft reagiert.

"Das ist eine persönliche Entscheidung. Aber ich sehe nicht, wie wir die Position von Terry in der Mannschaft unhaltbar gemacht haben", sagte Horne dem TV-Sender "Sky".

Terry hatte seinen Abschied von den Three Lions damit begründet, dass seine Position in der Auswahl wegen der Ermittlungen des Verbandes gegen ihn "unhaltbar" geworden sei.

Terry soll im vergangenen Oktober bei einem Premier-League-Spiel des FC Chelsea Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben. Daraufhin hatte ihm die FA im Februar erneut das Kapitänsamt entzogen.

Vor einem ordentlichen Gericht wurde Terry im Juli jedoch freigesprochen, was die FA nicht daran hinderte, eigene Ermittlungen fortzuführen. Terry (31) sollte in diesem Fall am Montag von der FA angehört werden. Sollte ihn der Verband für schuldig befinden, droht ihm eine lange Spielsperre und eine hohe Geldstrafe.

Laut Horne habe der Vorfall nichts mit der Nationalmannschaft zu tun. "Ich kann beide Dinge trennen", sagte er, "aber es sah nicht so aus, als könnte er das auch."

Adrian Bevington, Manager des "Club England", sagte bei "Sky", Terry habe immer sein Bestes für England gegeben und sei ein "großer Diener" seines Landes gewesen. Beide Funktionäre sprachen am Montag auf dem Weg zum Wembley-Stadion, wo die Anhörung stattfinden sollte.

Mit einer Entscheidung ist laut Medienberichten aber nicht vor Dienstag zu rechnen.

Englands Teammanager Roy Hodgson dankte Terry am Montag in einer Stellungnahme auf der Verbands-Homepage "für seine Hingabe". Er sei "enttäuscht, einen Spieler zu verlieren, der so viel internationale Erfahrung und so außergewöhnliche Fähigkeiten hat", akzeptiere die Entscheidung nur "widerstrebend". Terry habe ihn informiert, bevor er den Schritt an die Öffentlichkeit gegangen sei.

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