Der englische Spitzenklub FC Chelsea, Gegner von Bayern München im Champions-League-Finale am 19. Mai, hat seine Planungen zum Bau eines neuen Stadions vorangetrieben.

Wie die Blues am Freitag auf ihrer Internetseite bekannt gaben, hat der Klub ein Kaufangebot für eine 15,8 Hektar große Fläche abgegeben, auf der das 1983 stillgelegte Kohlekraftwerk Battersea Power Station steht.

Die Fläche entspricht etwa der von 22 Fußballfeldern. Dort will Chelsea ein Stadion mit 60.000 Sitzplätzen errichten, das die Stamford Bridge, in der Chelsea seit der Vereinsgründung 1905 spielt, ersetzen könnte.

Die Battersea Power Station ist eines der bekanntesten Gebäude in London. Es ist auf Alben zahlreicher britischer Pop- und Rockbands wie Pink Floyd oder The Who abgebildet und gab die Szenerie für den Film Sabotage von Regisseur Alfred Hitchcock (1936).

Auch in dem Streifen "Der Sinn des Lebens" von Monty Python ist das Gebäude zu sehen.

Chelsea kündigte an, "ein einzigartiges Fußballstadien" zu errichten, sollte das Kaufangebot erfolgreich sein. Zu diesem Zweck sollen "signifikante Aspekte" des Kraftwerks - wie die vier Schornsteine - erhalten bleiben.

Dieses Vorhaben dürfte den Klub, der nicht einziger Interessent ist, mehrere hundert Millionen Euro kosten. Chelsea rechnet mit einem "Prozess, der sich über Monate hinziehen könnte".

Die Entscheidung, die Stamford Bridge zu verlassen, fügte der Klub zur Beruhigung der Traditionalisten an, sei noch nicht endgültig.

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