Mit 250.000 Menschen feiern Özil, Podolski und Mertesacker den Pokaltriumph des FC Arsenal - und sind nun heiß auf den WM-Titel.

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Aus London berichtet Marc Schäfer

London - Unmittelbar nach seinem ersten großen Triumph mit dem FC Arsenal schickte Nationalspieler Per Mertesacker einen Gruß nach Deutschland.

Der Abwehrchef der Gunners ließ nach dem Gewinn des FA-Cups noch im Londoner Wembleystadion keinen Zweifel daran aufkommen, dass er sich in diesem WM-Sommer nicht mit einem Titel begnügen will.

"Der Anfang ist gemacht", meinte Mertesacker nach dem 3:2 nach Verlängerung im Finale des englischen Pokal-Wettbewerbs gegen Hull City (Bericht).

"Am Mittwoch werden wir guten Mutes zur Nationalmannschaft stoßen und uns sehr gut auf die WM vorbereiten. Ich freue mich darauf, dass wir ein richtiges Team werden", sagte der 96-malige Nationalspieler.

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DFB-Trio heiß auf WM-Titel

Mannschaftskollege Lukas Podolski hatte schon vor dem Finale erklärt, dass er den großen Triumph auch in Brasilien für möglich hält: "Natürlich ist die Chance da. Wir sind einer der Favoriten."

Und der dritte Gunner im Bunde - Spielmacher Mesut Özil - betonte unlängst: "Unser Aufgabe ist es, Weltmeister zu werden." (SHOP: Jetzt Arsenal-Fanartikel kaufen)

Das DFB-Trio der Nord-Londoner wird mit einem Hochgefühl im Trainingslager in Südtirol ankommen.

Durststrecke mit Party weggespült

Denn nach neun Jahren ohne Titel wurde der neue FA-Cup-Champion am Wochenende in London gebührend gefeiert. 250.000 Menschen verfolgten die Straßenparade durch den Stadtteil Islington.

Doch schon die Party in der Nacht davor muss heftig gewesen sein: "Seid ihr auch so müde wie ich", fragte Mertesacker seine Fans am Sonntagmorgen bei Facebook. Schon im Stadion hatte er angekündigt: "Wir werden die Sau rauslassen. Ich kann versprechen, ich lasse nichts aus."

3283 Tage, 512 Spiele und 120 bange Minuten hatten die Anhänger der Gunners seit dem letzten FA-Cup-Gewinn 2005 gegen Manchester United auf den nächsten Titel warten müssen.

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"Jetzt folgen weitere Pokale"

Aaron Ramsey hatte sie in der 109. Minute des Finales mit dem Treffer zum 3:2 endlich erlöst. Zuvor hatte der Favorit bereits nach acht Minuten mit 0:2 zurückgelegen.

Nach seinem Treffer für die Geschichtsbücher versprach der Waliser: "Jetzt folgen weitere Pokale." Mertesacker sagte: "Dieser Triumph wird uns für die neue Saison Selbstvertrauen geben."

Auch Coach Arsene Wenger blickte in der Stunde des langersehnten großen Triumphes schon in die Zukunft. "Das kann eine Wende im Leben dieser Mannschaft gewesen sein", hoffte der Franzose.

Der Sieg sei eine gute Basis, um in der neuen Saison noch stärker zurückzukommen. Auf dem Feld hatten ihn Podolski und Mertesacker zuvor mit reichlich Champagner übergossen. Die englischen Zeitungen druckten viele Fotos des 64 Jahre alten Trainers. Auf den meisten floss der Sekt an ihm herunter.

Wenger soll bleiben

Beim Blick in die Blätter dürfte der Coach Genugtuung verspüren. Kritiker hatten immer wieder bezweifelt, dass er nach 18 Jahren bei den Gunners noch in der Lage ist, große Titel zu gewinnen.

Rivale Jose Mourinho hatte ihn den "Spezialist im Versagen" genannt. Nun meldete "Sky Sport News", dass Arsenal in den nächsten Tagen sogar die Vertragsverlängerung von Wenger bekanntgeben werde.

"Es ist ein Moment großer Freude", sagte der Franzose. "Wir wollten Geschichte schreiben. Das haben wir geschafft."

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Mertesacker darf endlich feiern

Für Mertesacker war der elfte FA-Cup-Gewinn der Gunners der "krönende Abschluss einer genialen Saison." 2009 hatte der frühere Werderaner beim DFB-Pokalsieg Bremens noch verletzt zuschauen müssen.

"Ich hätte mir nicht ausgemalt, dass in meinem dritten Jahr bei Arsenal zu erleben", sagte der Verteidiger, ehe die große Party begann.

Zum Glück erwartet der Bundestrainer ihn und seine Mannschaftskollegen erst Mitte der Woche.

"Das hat er gemacht, damit wir uns noch erholen können", witzelte der DFB-Kicker, der sich in diesem Sommer nicht mit einem Titel begnügen will.

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