Lukas Podolski (r.) hat bereits 111 Länderspiele absolviert © getty

Arsenal fordert Cardiff. Özil fehlt, Podolski steht vor dem Startelf-Comeback. Die "Gunners" hoffen auf deutsche Schützenhilfe.

Von Denis de Haas

München - Für Lukas Podolski fällt der Neujahrsspaziergang aus. Er muss wahrscheinlich direkt in den Turbo-Modus schalten.

Die Premier League ruht schließlich auch zum Jahreswechsel nicht. Podolskis Klub Arsenal London bestreitet gegen Cardiff City das vierte Spiel innerhalb von neun Tagen (Mittwoch, ab 15.45 Uhr im LIVE-TICKER) .

Der deutsche Nationalspieler hat dabei gute Chancen auf ein Startelf-Comeback. Gerade in der Offensive gehen Arsenal-Coach Arsene Wenger die Alternativen aus.

Özil fehlt mit Schulterproblemen

Angreifer Olivier Giroud fällt mit einer Knöchelverletzung aus. Mesut Özil hat Probleme mit der Schulter und muss weiter pausieren. Die Schulter schmerzt auch dem Ex-Dortmunder Tomas Rosicky. Und Yaya Sanogo befindet sich nach einer Rückenverletzung im Aufbautraining.

Wenger klagt aber nicht. "Dafür sind Lukas Podolski und Niklas Bendter wieder fit", erklärt der Franzose.

"Prinz Poldi" besitzt gegenüber der dänischen Skandalnudel allerdings bessere Argumente. Podolski hat sich im Spiel bei West Ham United für einen Platz in der Startelf empfohlen. Am "Boxing Day" avancierte er beim 3:1-Erfolg mit einem Tor und einer Vorlage zum Matchwinner.

Wenger baut Poldi auf

Beim anschließenden 1:0-Sieg gegen Newcastle United saß der 28-Jährige zwar 90 Minuten auf der Bank. Doch hinter Wengers Verzicht auf Podolski steckte Kalkül.

"Ich versuche ihn langsam wieder einzubauen", begründete der Franzose seine Entscheidung. Podolski war schließlich nach einem Muskelbündelriss fast vier Monate außer Gefecht.

In der Champions-League-Qualifikation gegen Fenerbahce Istanbul zog er sich diese schwere Verletzung zu. Seitdem hat Podolski kein Spiel mehr im Emirates Stadium bestritten.

Fanliebling Mertesacker

In der Heimstätte der Londoner jubeln die Fans mittlerweile auch Per Mertesacker zu. Der schlacksige Abwehrspieler musste sich in der Vergangenheit oftmals Spott gefallen lassen. Doch in dieser Saison hat sich der "Big Fucking German" mit herausragenden Leistungen zum Publikumsliebling gemausert.

Mertesacker ist Abwehrchef der ligaweit besten Defensive. Die "Gunners" haben erst 18 Gegentore kassiert und haben auch deshalb die Hinrunde als Tabellenführer abgeschlossen (DATENCENTER: Premier League).

Die Londoner wollen auch nach dem Cardiff-Spiel auf dem Spitzenrang thronen. Die Aufgabe klingt einfach: Der Aufsteiger aus Wales steht aktuell nur auf Platz 16. Zudem gab es im Hinspiel einen 3:0-Erfolg für Arsenal. Damals saß Malky Mackay noch auf der City-Bank, doch der Coach wurde nach Weihnachten entlassen.

In Arsenal hat Interimscoach David Kerslake das Sagen. In der englischen Presse wird spekuliert, dass dann ein Bayern-Schreck übernehmen soll: Ole Gunnar Solskjaer, der die Münchner im Finale von Barcelona 1999 aus allen Champions-League-Träumen riss, ist heißer Kandidat auf den Trainerposten.

City spielt in Swansea

Cardiff ist übrigens nicht der einzige walisische Klub, der am Neujahrstag ein schweres Spiel auf dem Programm hat. Swansea City empfängt den Tabellenzweiter Manchester City.

Die "Skyblues" sind in England das Team der Stunde. Manchester gewann neun der vergangenen zehn Pflichtspiele, stellt mit Kün Aguero (13 Tore) und Alvaro Negredo (8 Tore) ein bärenstarkes Angriffsduo.

Für Gerhard Tremmel bedeutet das Schwerstarbeit. Der Deutsche ist mittlerweile Stammtorwart bei Swansea und könnte seinen Landsleuten im Arsenal-Trikot Schützenhilfe leisten.

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