Joe Hart (l.) sorgte am 19. Spieltag der Premier League für Staunen, Nicolas Anelka für einen Eklat © getty

Die Citizens lösen den FC Arsenal auf Rang eins ab, Dzeko und der lädierte Hart werden zu Helden. Anelkas Gruß sorgt für Ärger.

München - Joe Hart machte seinem Name alle Ehre.

Der Keeper von Manchester City spielte nach einem Zusammenstoß 60 Minuten mit einer blutender Wunde unter dem linken Auge und verhalf seinem Team am 19. Spieltag so zum 1:0 (0:0) gegen Aufsteiger Crystal Palace.

Durch den mühsamen Sieg übernimmt ManCity die Premier-League-Tabellenführung vom FC Arsenal. (DATENCENTER: Premier League)

Dzeko mit Jubiläumstor

City hat nun 41 Punkte und zieht zunächst an den "Gunners" (39) vorbei.

Die deutschen Nationalspieler Mesut Özil, Lukas Podolski und Per Mertesacker spielen mit Arsenal am Sonntag bei Newcastle United (ab 14.15 Uhr im LIVE-TICKER) und können mit einem Sieg die Spitze zurückerobern.

Der ehemalige Wolfsburger Stürmer Edin Dzeko (66.) erlöste ManCity gegen Crystal Palace. Für den Bosnier war es das 50. Tor im Trikot von ManCity.

Blutende Wunde am Auge

Mann des Spiels war aber Hart:

Der Keeper der Citizens verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Crystals Cameron Jerome in der 30. Minute im Gesicht, wurde im Gegensatz zum Kontrahenten aber nicht ausgewechselt.

Stattdessen biss sich der englische Nationalkeeper durch und hielt seinen Kasten trotz Schwellung sauber.

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Eklat um Anelka

Für einen Eklat sorgte West Bromwich Albions Nicolas Anelka beim 3:3 seines Teams gegen West Ham United.

Der Franzose erzielte bei seinem ersten Einsatz seit zwei Monaten einen Doppelpack und legte beim Jubel über den ersten Treffer die linke Hand auf den durchgestreckten rechten Arm - eine Geste, die in Frankreich mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wird.

Ministerin entsetzt

Frankreichs Sportministerin Valerie Fourneyron sprach bei Twitter von einer "schockierenden und widerwärtigen Provokation".

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Anelka erklärt sich

Anelka twitterte nach dem Spiel, dass der sogenannte Quenelle-Gruß lediglich dem französischen Komiker Dieudonne gewidmet sei, der die Geste bekannt gemacht hat.

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Zuvor hatte bereits West Bromwichs Interimstrainer Keith Downing Spekulationen über einen antisemitischen Hintergrund der Aktion als "Müll" bezeichnet.

Verurteilter Holocaust-Leugner

Frankreichs Innenminister Manuel Valls hatte Anelkas Freund Dieudonne zuletzt aufgefordert, den Gruß zu unterlassen.

Der umstrittene Komiker ist in Frankreich als Holocaust-Leugner bereits mehrfach zu Geldstrafen verurteilt worden.

Sunderland-Stürmer bricht zusammen

Einen Schockmoment gab es beim FC Sunderland: Der italienische Stürmer Fabio Borini war in der Halbzeit des Ligaspiels bei Cardiff City (2:2) kollabiert.

Das meldeten englische Medien. Der 22-Jährige wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, er war jedoch bereits auf dem Weg in die Klinik wieder ansprechbar.

United siegt glücklich

Manchester United (34) setzte unterdessen seine Aufholjagd fort.

Der Rekordmeister gewann glücklich 1:0 (0:0) bei Norwich City und rückte durch den vierten Sieg in Folge als Sechster weiter an die Spitzengruppe heran.

Der eingewechselte Danny Welbeck (57.) schoss die "Red Devils" zum schmeichelhaften Sieg.

Remis für Tremmel, Riether sieht Debakel

Für die deutschen Profis verlief der Samstag unterschiedlich:

Der frühere Cottbuser Torhüter Gerhard Tremmel erreichte mit Swansea City ein 1:1 (1:1) bei Aston Villa.

Der Ex-Kölner Sascha Riether sah von der Bank aus das 0:6 (0:0)-Debakel seines FC Fulham bei Aufsteiger Hull City.

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