Jose Mourinho war bereits von 2004 bis 2007 Trainer beim FC Chelsea © getty

Der Chelsea-Coach geht hochmotiviert in die Woche der Wahrheit. ManUnited will er nach der Partie einen Spieler abluchsen.

München - Für die Fans des FC Chelsea ist es eine traumhafte Woche.

Zwei Spiele in fünf Tagen - zunächst nach Manchester ins Old Trafford (21 Uhr LIVESCORES), dann aufs Festland nach Prag zum Duell um den europäischen Supercup. Wer mit den Londonern auf Reisen geht, bekommt etwas geboten.

Einen Fußball-Tempel, eine der schönsten Städte des Kontinents und in Manchester United sowie dem FC Bayern auch noch den englischen und den deutschen Meister als Gegner.

Doch bei aller Schwärmerei geht es vor allem ums Sportliche: Nach diesen beiden Partien wissen die "Blues", wo sie unter ihrem neuen Trainer Jose Mourinho stehen. (Goooal ? Das Internationale Fußballmagazin).

Lästerattacke gegen Guardiola

Der Trainerfuchs selbst scheint die Woche der Wahrheit gar nicht erwarten zu können und preschte schon am Wochenende verbal nach vorne.

Gegen die Bayern setzte die erste Lästerattacke:

"Der FC Bayern des Jupp Heynckes war das beste Team Europas. Jetzt haben sie einen neuen Trainer und einen neuen Trainer- und ich bin nicht so sicher, ob sie immer noch so gut sind", stichelte er in Richtung von Pep Guardiola.

Mit dem FCB-Coach pflegt er seit seiner Zeit in Spanien eine leidenschaftliche Rivalität.

Kampf um Rooney geht weiter

Und auch ManUnited hat Mourinho ins Visier genommen: Nicht mit Worten, sondern mit Geld. Die Identifikationsfigur der "Red Devils" soll künftig in blau auflaufen.

Trotz des Vetos von Manchesters Trainer David Moyes gibt Mou in Sachen Wayne Rooney nicht klein bei.

Nach der Partie am Montagabend will er erneut ein Angebot für den Stürmer abgeben. Es soll bei 46,5 Millionen Euro liegen.

"Wir machen das Angebot", versprach der Portugiese: "Wenn sie wieder nein sagen, was verlieren wir dabei? Nichts außer einer E-Mail", sagte er lapidar.

Wechsel nutzt Premier League

"The Special One" liefert auch ein schlagendes Argument, warum ManUnited Rooney an Chelsea verkaufen sollte: Zur Stärkung der Premier League im Allgemeinen. .(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Diese alte Mentalität 'Ich verkaufe einen Spieler nicht innerhalb der Liga', hilft dem Markt auch nicht weiter", sagte Mourinho dem "Telegraph".

"Es hilft dem Spieler nicht und manchmal zwingt man einen Spieler ins Ausland zu gehen, obwohl er die eigene Liga bei einem anderen Klub besser machen könnte". fügte er hinzu.

Rooney ist heiß

Rooney wird aller Voraussicht nach im Gegensatz zu Chelseas Andre Schürrle erstmals in dieser Saison von Beginn an spielen.

"Er hat gute Chancen, zu beginnen", kündete Moyes an.

Rooney selbst ist heiß auf die Partie. "Das Team in Old Trafford im ersten Spiel gegen Chelsea aufs Feld zu führen, ist wirklich ein Reiz für mich", sagte er.

Willian muss warten

Auf Willian wird er dabei noch nicht treffen. Dem Brasilianer, den die Blues für 40 Millionen Euro vom russischen Erstligisten Anschi Machatschkala holten, fehlt noch die Arbeitserlaubnis für die britische Insel.

742898 (DIASHOW: Int. Transfermarkt)

Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler ist eines von zwei Teilen, die Mourinhos Wunschelf vollenden sollen.

"Wir holen höchstens zwei Spieler in diesem Transferfenster, also wenn wir das zweite Puzzlestück hinzubekommen, ist es auch das letzte Stück", stellte der 50-Jährige klar.

Eto'o als Alternative

Sollte ManUnited Im fall von Rooney stur bleiben, winkt Chelsea aber eine interessante Alternative.

Wie der "Telegraph" berichtet, will Anschi den "Blues" auch noch Samuel Eto'o als Dreingabe zum Willian-Deal anbieten.

Den Russen ist das fürstliche Jahresgehalt von angeblich 20 Millionen Euro im Jahr inzwischen zu teuer.

Chelsea müsste für Eto'o den Spottpreis von drei Millionen Euro an Ablöse bezahlen.

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