Lukas Podolski wechselte 2012 aus Köln zu Arsenal © getty

Der Stürmer ballert sich gegen Fulham den Frust von der Seele. Arsenals Trainer will Podolski halten. Heldt flirtet weiter.

London/München - Als Lukas Podolski nach 81 Minuten vom Platz ging, feierten die Arsenal-Fans ihren Stürmer.

Zwei Treffer trug der 28 Jahre alte Nationalspieler zum 3:0-Sieg der Londoner beim FC Fulham bei und ballerte sich dabei den Frust von der Seele.

Zuletzt hatte Podolski nicht in der Startformation von Trainer Arsene Wenger gestanden, beim verpatzten Saisonauftakt (1:3 gegen Aston Villa) war er nur für wenige Sekunden in der Nachspielzeit zum Einsatz gekommen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Podolskis Reservistenrolle hatte Schalke auf den Plan gerufen, über eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga wurde in den letzten Tagen heftig spekuliert .

Doch am Samstag stellte der Ex-Kölner mit seiner engagierten Leistung eindrucksvoll unter Beweis, dass er gern bei den Gunners spielt.

Wenger will Poldi halten

Auch sein Coach Arsene Wenger will ihn behalten.

"Ja", antwortete Wenger nach der Partie eindeutig auf die Frage, ob Podolski auch in Zukunft für Arsenal spielen werde.

"Es gibt kein Interesse von einem anderen Verein. Jeder in der Mannschaft liebt Podolski. Er ist wichtig für uns. Ich will ihn behalten", erklärte der Franzose.

100. Derby-Sieg für die Gunners

Podolski traf bei seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison in der 41. und 68. Minute und verhalf seinem Verein damit nach dem 1:3 zum Saisonauftakt gegen Aston Villa zum ersten Liga-Sieg.

Und zu einem Rekord.

Die Gunners sind seit Samstag der erste Verein aus der Hauptstadt, der in den Londoner Derbys 100 Siege einspielen konnte.

Bereits in der vergangenen Saison hatte Arsenal in den Nachbarschaftsduellen 19 Zähler verbucht. So viele wie sonst kein anderer Club aus der Metropole an der Themse.

Giroud trifft nur in London

Auch interessant: Podolskis Sturm-Konkurrent Olivier Giroud hat alle seine bisherigen 13 Liga-Treffer in London erzielt, elf davon im heimischen Emirates Stadion.

Sein Tor zum 1:0 im strömenden Regen im Craven Cottage vor 25.622 Zuschauern war erst sein zweiter Erfolg in einem Liga-Auswärtsspiel.

Der Ehrentreffer für Fulham zum 1:3-Endstand gelang dem von Aston Villa ausgeliehenen englischen Nationalspieler Darren Bent (77.). Doch da war das gute und unterhaltsame Duell im Stadion direkt an der Themse längst entschieden.

Mertesacker als Kapitän

Neben Podolski stand auch Per Mertesacker wieder in der Startformation von Arsenal. Der Innenverteidiger hatte zudem erneut anstelle der weiter verletzten Thomas Vermaelen und Mikel Arteta die Kapitätsbinde übernommen.

Er organisierte die aufgrund der Sperre von Laurent Koscielny umgestellte Defensive der Gunners nahezu fehlerfrei. In der 80. Minute wäre dem Abwehrchef zudem beinahe der vierte Treffer für Arsenal gelungen.

Podolski blieb bis zur 81. Minute auf dem Rasen und wurde bei seiner Auswechselung von den Fans gefeiert. Wenn es nach Wenger geht, geht das in dieser Saison auch so weiter.

Heldt nicht abgeneigt

Noch am Samstnachmittag hatte Schalkes Sportdirektor Horst Heldt die Spekulationen um eine mögliche Bundesliga-Rückkehr Podolskis weiter angeheizt.

"Wir haben auch mitbekommen, dass er die ersten beiden Pflichtspiele nicht gespielt hat. Ich kann ansonsten nicht mehr darüber sagen. Ich weiß nicht, ob Lukas den Verein verlassen möchte, ob Arsenal möchte, dass Lukas geht."

Man wolle weiterhin alles überprüfen, um den Abgang von Michael Bastos zu kompensieren.

"Aber wir haben noch bis zum 2. September Zeit. Unsere Personaldecke ist schon am Anfang recht dünn", sagte Heldt bei "Sky"

Der 2. Spieltag im Überblick:

FC Fulham - FC Arsenal 1:3 (0:2)

Stoke City - Crystal Palace 2:1 (0:1)

Hull City - Norwich City 1:0 (1:0)

FC Southampton - FC Sunderland 1:1 (0:1)

FC Everton - West Bromwich Albion 0:0

Newcastle United - West Ham United 0:0

Aston Villa - FC Liverpool (18.30)

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