Jose Mourinho ist mit seinem deutschen Schützling nicht zufrieden
Andre Schürrle (l.) wechselte im Sommer von Bayer Leverkusen zu Chelsea © getty

Chelsea gewinnt bei Mourinhos Comeback. Ein Ex-Bundesliga-Profi bereitet das 1:0 gegen Hull vor, Schürrle fügt sich stark ein.

London/München - Mit dem eingewechselten Nationalspieler Andre Schürrle hat Star-Teammanager Jose Mourinho ein gelungenes Comeback beim FC Chelsea in der Premier League gefeiert.

Das Team des Portugiesen siegte gegen Aufsteiger Hull City nach einer souveränen Vorstellung mit 2:0.

Schürrle, der für 22 Millionen Euro von Bayer Leverkusen nach London gewechselt war, wurde in der 67. Minute eingewechselt. Er verpasste sein Premierentor nur um wenige Zentimeter, als er einen Heber über die Latte setzte (77.). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Treffer erzielten Oscar (13.) auf Vorlage des Ex-Bremers Kevin De Bruyne und Routinier Frank Lampard (25.), der zuvor einen Foulelfmeter (6.) verschossen hatte.

Hulls deutscher Stürmer Nick Proschwitz stand dagegen nicht im Kader.

Großer Bahnhof für Mourinho

Mourinho, der Chelsea bereits von 2004 bis 2007 trainiert hatte und im Sommer von Real Madrid wieder nach London kam, wurde an der Stamford Bridge vor dem Anpfiff wie ein Popstar gefeiert und applaudierte dem Publikum mehrmals zurück.

Besonders in der ersten Hälfte zogen die Blues unter dem neuen Coach ein sehr dynamisches Spiel auf.

"Ich weiß, die Fans lieben mich"

"Wir haben drei Punkte geholt und den Sieg verdient, die erste Halbzeit war brilliant", kommentierte Mourinho.

"Ich habe die richtige Entscheidung, hierher zurückzukommen. Ich bin einer von ihnen und sehr glücklich."

Die Unterstützung der Fans schmeichelte ihm, auch wenn er sagte: "Das genügt, ich weiß, die Fans lieben mich. Jetzt geht es für mich darum, für sie und das Team zu arbeiten."

Tottenham siegt ohne Holtby

Wenige Stunden zuvor war Tottenham Hotspur ohne den deutschen Nationalspieler Lewis Holtby erfolgreich in die Saison gestartet.

Die Spurs gewannen bei Crystal Palace mit 1:0 (0:0). Das Siegtor erzielte 30-Millionen-Neuzugang Roberto Soldado, der in der 50. Minute einen Elfmeter verwandelte.

Der angeschlagene Holtby stand nicht im Kader.

Arsenal mit Auftaktpleite

Die deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Lukas Podolski haben indes mit dem FC Arsenal den Saisonauftakt verpatzt.

Mit Mertesacker als Aushilfskapitän und Podolski als Bankdrücker, der erst in der Nachspielzeit (90.+4) eingewechselt wurde, verloren die Gunners gegen Aston Villa mit 1:3 (1:1).

Podolskis Sturmkonkurrent Olivier Giroud (6.) hatte die Mannschaft von Teammanager Arsene Wenger in Führung gebracht, Christian Benteke (22., 61./Foulelfmeter) drehte das Spiel. Nachdem Arsenals Abwehrspieler Laurent Koscielny (67.) Gelb-Rot gesehen hatte, sorgte Villas Neuzugang Antonio Luna (85.) für die Entscheidung.

ManUnited-Coach zufrieden

Weitaus erfolgreicher machte es Manchester Uniteds neuer Teammanager David Moyes.

Der Erbe des nach 26 Jahren zurückgetretenen Sir Alex Ferguson sah auf der Bank des englischen Rekordchampions einen 4:1-Erfolg bei Swansea City: "Das war das Manchester United, dass die Leute kennen. Wir waren im Angriff eiskalt, und ich bin sehr zufrieden."

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