Arsene Wenger (M.) ist seit 1996 Trainer bei Arsenal London © getty

Der Arsenal-Trainer lässt den Verteidiger bei der Pleite gegen Chelsea auf der Bank und zweifelt hinterher an seiner Entscheidung.

London - Lukas Podolski war fassungslos.

Statt zum Torjubel riss der Stürmer des FC Arsenal die Arme lediglich vor Entsetzen in die Luft.

Bei der 1:2 (1:1)-Niederlage der Kanoniere im Stadtderby gegen den FC Chelsea hatte der tschechische Weltklassetorhüter Petr Cech in der 60. Minute einen Kopfball des 27-Jährigen mit einer Glanzparade abgewehrt und den Ausgleich verhindert.

Geburtstag auf der Bank

Sechs Minuten vor seiner Auswechslung hätte Podolski seinem verschmähten Mannschaftskollegen Per Mertesacker beinahe ein schönes Geschenk zum 28. Geburtstag gemacht.

"War es ein Fehler, Mertesacker draußen zu lassen? Vielleicht. Aber wir werden es nie erfahren. Wir können das Spiel nicht noch einmal spielen", sagte Arsenals Teammanager Arsene Wenger.

Und fügte hinzu: "Ich bin tief enttäuscht."

"Billige" Gegentore

Bei seiner ersten Saisonniederlage kassierte der 13-malige Meister durch Welt- und Europameister Fernando Torres (20.) sowie dessen Landsmann Juan Mata per Freistoß (53.) "zwei billige Tore" (Wenger) gegen den Tabellenführer (16 Punkte).

Die Hausherren (9), für die Gervinho (42.) zum 1:1-Halbzeitstand traf, rutschten dagegen aus den Europapokalrängen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Koscielny als Wackelkandidat

Vor 60.101 Zuschauern im Emirates Stadium machte vor allem Innenverteidiger Laurent Koscielny gegen den Champions-League-Sieger keine gute Figur.

Der 82-malige Nationalspieler Mertesacker, der in den bisherigen Premier-League-Partien stets durchgespielt hatte, dürfte daher gute Chancen haben, beim Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus am Mittwoch (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) wieder in der Anfangsformation zu stehen.

Terry verschenkt Schuhe

Im Gegensatz zu dem Deutschen lief Chelsea-Kapitän John Terry trotz der am Donnerstag vom englischen Verband FA verhängten Vier-Spiele-Sperre wegen einer angeblichen rassistischen Beleidigung von Queens-Park-Rangers-Abwehrspieler Anton Ferdinand auf.

Die Sperre kam nicht zum Tragen, da der 31-Jährige noch zwei Wochen Zeit hat, gegen die Entscheidung vorzugehen.

"Es war die richtige Entscheidung, John auszuwählen", sagte Chelseas Teammanager Roberto Di Matteo: "John hat wieder einmal seine Führungsqualitäten unter Beweis gestellt." Nach der Partie verschenkte Terry seine Schuhe an einen jungen Fan.

Historische Pleite für ManUnited

Derweil verlor Manchester United erstmals seit 23 Jahren im Old Trafford gegen Tottenham Hotspur (2:3). Wegen der Spurs-Treffer durch Jan Verthongen (2.), Gareth Bale (32.) und Clint Dempsey (52. ) reichten die Tore von Nani (51.) und dem ehemaligen Dortmunder Shinji Kagawa (54.) für die Gastgeber nicht zum Punktgewinn.

Dagegen setzte sich Titelverteidiger Manchester City durch einen späten Treffer des Ex-Wolfsburgers Edin Dzeko (87.) beim FC Fulham mit dem ehemaligen Kölner Sascha Riether 2:1 (1:1) durch.

Die Londoner waren durch den früheren Hamburger Mladen Petric (10., Elfmeter) in Führung gegangen. Der Argentinier Sergio Agüero (43.) sorgte für das 1:1 der Citizens, die am Mittwoch (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) den deutschen Titelträger Borussia Dortmund in der Champions League empfangen.

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