Marko Marin wechselte 2009 von Gladbach zu Werder Bremen © getty

Marin ist heiß auf sein Engagement bei den Blues. Er freut sich über Bayerns Pleite und auf Mertesacker und Podolski.

Von Felix Götz und Martin Volkmar

München - Als Didier Drogba im Champions-League-Finale gegen den FC Bayern den entscheidenden Elfmeter für den FC Chelsea verwandelt hatte, sackte beinahe ganz Fußball-Deutschland vor Enttäuschung zusammen (BERICHT: Alarmzustand in Rot).

Nur Marko Marin, der ab der kommenden Spielzeit an der Stamford Bridge spielen wird, saß in der Allianz Arena in einer Loge der Blues und rieb sich grinsend die Hände ( 561711 DIASHOW: Die Bilder vom Champions-League-Finale ).

"Der Sieg war wichtig", freute sich der 23-Jährige.

Kein Wunder: Der Klub des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch kam in der Premier League nicht über Platz sechs hinaus und hätte bei einer Pleite in München nur Europa League gespielt.

Marin spielt Champions League

So aber hat Marin mit seinem Wechsel für angeblich rund acht Millionen Euro von Werder Bremen nach London alles richtig gemacht (DATENCENTER: Die Premier League).

Der Mittelfeldspieler, der einen Vertrag bis 2017 unterschrieb, darf sich in der kommenden Saison auf höchstem Niveau präsentieren.

Vorausgesetzt, er schafft es in die Mannschaft. Chelsea ist schließlich nicht irgendein Klub, sondern der amtierende Titelträger der Königsklasse. Der Konkurrenzkampf wird groß sein.

Landet Marin auf der Bank?

"Der Verein ist überzeugt, dass ich der Mannschaft helfen kann", sagte Marin im Gespräch mit SPORT1 und stellte damit klar, dass er sich nicht damit beschäftigt, womöglich nur auf der Bank zu sitzen.

Ganz im Gegenteil: Er ist, trotz größtenteils mäßiger Leistungen bei Werder, richtig heiß auf die neue Aufgabe.

"Ich freue mich auf die Premier League. Auch auf das Tempo, das höher ist als in Deutschland", erklärte Marin, der auch ein Angebot der Tottenham Hotspurs vorliegen hatte.

"Aber ich glaube, dass Chelsea zu mir passt. Das ist ein großartiger Klub", so der 15-malige deutsche Nationalspieler. Und das sei der Verein schon vor Abramowitsch gewesen, betonte Marin.

[kaltura id="0_z3p42izu" class="full_size" title="Chelsea feiert seinen Triumph"]

"Di Matteo hat super Arbeit gemacht"

Ob Roberto Di Matteo sein Trainer sein wird, ist ungewiss.

Di Matteo war bisher eigentlich nur als Interimstrainer für den entlassenen Andre Villas-Boas eingeplant. (BERICHT: Party aus, Konflikte brechen aus).

Marin würde es begrüßen, wenn er bleiben würde: "Di Matteo hat super Arbeit gemacht. Ich hatte ein nettes Treffen mit ihm"

Erster Kontakt im Januar

Auch bei diesem Treffen wurde klar: Chelsea will den kleinen Dribbler unbedingt, was die Entscheidung erleichtert hat: "Den ersten Kontakt gab es schon im Januar. Ich war von Anfang an überzeugt, dass es der richtige Schritt ist."

Erleichtern wird dem Mann mit bosnisch-serbischen Wurzeln die Eingewöhnung an der Themse vor allem Chelsea-Innenverteidiger Branislav Ivanovic, den er gut kennt.

"Mit dem hatte ich zuletzt mehrfach Kontakt, auf ihn freue ich mich natürlich schon", so Marin.

Vorfreude auf Podolski und Mertesacker

Auch mit den Arsenal-Spielern Per Mertesacker und Lukas Podolski wird er wohl regelmäßig etwas unternehmen.

"Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Per. Ich habe zwei Jahre mit ihm in Bremen gespielt, er ist ein super Typ. Auch Poldi werde ich in London sicherlich öfter sehen", sagte Marin, der in englischen Medien schon als "German Messi" angepriesen wurde.

Allerdings erst nach der EM. Mertesacker und Podolski werden aller Voraussicht nach in Polen und der Ukraine dabei sein, Marin hingegen steht beim Bundestrainer nicht mehr so hoch im Kurs.

"Damit war zu rechnen. Ich war auch schon über ein Jahr nicht mehr dabei", sagte Marin, der Deutschland - anders als dem FC Bayern - dennoch die Daumen drücken wird: "Ich hoffe, dass meine Kollegen Europameister werden."

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