Farnborough stand vor Kurzem noch vor der Pleite (Quelle: Twitter, Farnborough) © twitter

Ein Wettanbieter sponsert den FC Farnborough und stattet ihn mit Topstars aus. Der Vergleich mit Monaco und PSG hinkt.

Von Jan Bergholz

München - AS Monaco, Paris St. Germain, Manchester City.

Zu diesem illustren Kreis von neureichen und mit Superstars gespickten Vereinen, gesellt sich nun auch ein englischer Sechstligist ? allerdings nur auf den ersten Blick.

Spieler verpassen sich Künstlernamen

Seit Kurzem stehen Namen wie Lothar Matthäus, Diego Maradona oder Lionel Messi im Kader vom FC Farnborough. Wer jetzt allerdings befürchtet, dass die Mannschaft die überforderten Amateure vom Platz schießt, kann aufatmen.

Ein englischer Wettanbieter, der schon auf der Unterhose des dänischen Nationalspielers Nicklas Bendtner geworben hatte, ist bei dem von Schulden geplagten Klub als Trikotsponsor und Namensgeber des Stadions eingestiegen.

Dazu verpasste er allen Spielern mit deren Einverständnis für jeweils rund 40 Euro einen Künstlernamen, was in England relativ unbürokratisch von statten geht.

"Großartigstes Team der Welt"

So kam es, dass Verteidiger Thomas McGarry nun als "Franz Beckenbauer" und Torjäger Elvis Hammond als "Pele" auflaufen, während Trainer Spencer Day sich auf den Namen "Jose Mourinho" festlegte. Damit will er wohl seinen Anweisungen noch mehr Autorität zu verleihen.

Für die Gegner dürfte Farnborough beim Lesen der Aufstellung jedenfalls für pures Entsetzen sorgen. Von dem durch die Namensänderung neu hinzugewonnenen Selbstbewusstsein ließ sich der Klub aus dem 50.000-Einwohner-Ort südwestlich von London bereits anstecken.

Der Verein selbst preist sich auf der Homepage als den "mit Abstand großartigstes Team der Welt" an. Englisches Understatement.

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