Zlatan Ibrahimovic wechselte vor Saisonbeginn vom AC Mailand zu Paris St. Germain © getty

Ibrahimovic vergleicht sich mit Ali und denkt an ein Engagement beim Rekordmeister - obwohl er Guardiola noch dafür verspottete.

Von Martin Hoffmann

München - Warum Muhammed Ali sein Vorbild ist, hat Zlatan Ibrahimovic kürzlich erst erklärt.

"Es sah aus, als wäre er ein Verrückter, und er hat viel geredet", erinnerte sich der schwedische Stürmer in einem Interview mit dem US-Sender "Be In Sport": "Aber er hat es im Ring eben auch hingekriegt."

Die Lehre, die Ibrahimovic hieraus gezogen hat: "Du kannst anmaßend sein und ein großes Maul haben - wenn du auf dem Platz deine Leistung bringt."

Teil eins des Credos hat der Starakteur von Paris St. Germain nun mal wieder beherzigt: In einem Interview mit dem Magazin "11 Freunde" reiht Ibrahimovic sich selbst gleich hinter seinem Idol ein.

"Ich bin auch der Größte"

"Ich bin auch der Größte", meint er auf den Vergleich mit Ali angesprochen - ehe er dann doch nach etwas Nachdenken zurückrudert, ein paar Millimeter.

"Geht das überhaupt? Zwei Größte?", fragt er, um sich dann zu antworten: "Na, dann so: Ich bin der Größte hinter Ali."

Die Alternative? Weiter Fahrräder stehlen

Gesundes Selbstbewusstsein, gewachsen dadurch, dass sich Ibrahimovic emporgearbeitet hat von einem Problembezirk in Malmö zum Weltstar, der aktuell 14,5 Millionen Euro jährlich verdienen soll.

"Ich befinde mich jetzt seit fast 20 Jahren auf diesem Highway und bin von Jahr zu Jahr schneller gefahren", blickt der 31-Jährige zurück: "So konnte ich mich an das Tempo gewöhnen."

Angefangen hat die Fahrt auf dem Highway bekanntlich auf einem gestohlenen Fahrrad, mit dem er einst zum Training fuhr - auf die Frage, ob er heute auch noch Räder klauen würde, hätte er es als Fußballer nicht geschafft, antwortet er übrigens: "Ganz klares Ja."

Bundesliga: Warum nicht?

Ibrahimovic hat seit seinen Anfängen viele Länder kennen gelernt, spielte vor seinem Wechsel nach Paris in den Niederlanden, Italien und Spanien.

Neben England fehlt da noch Deutschland auf der Liste, glaubt man Ibrahimovic, kann sich das aber noch ändern.

Wenn Bundesliga, dann Bayern

"Sicher, die Bundesliga würde mich schon reizen", erklärt er: "Eines Tages vielleicht. Ein bisschen Zeit bleibt mir ja noch."

In Frage käme hierzulande aber nur ein Klub: "Ganz klar: Wenn ich nach Deutschland gehe, dann zum FC Bayern München. Für mich einer besten fünf Vereine auf der Welt."

Egal, ob die Aussage ernst oder höflich gemeint ist: Sie ist kurios, wenn man sich Ibrahimovics jüngste Aussagen zum FCB in Erinnerung ruft.

Pep-Wechsel kritisch beäugt

Bei München anzuheuern sei "ein Job für Feiglinge", schrieb er in der jüngsten Neuauflage seiner Biografie "Ich, Zlatan" über das Engagement von Pep Guardiola beim deutschen Rekordmeister. Zu perfekt laufe es dort schließlich schon.

Ibrahimovic selbst muss sich aber offenbar nicht dafür schämen, ein Engagement bei Bayern ins Auge zu fassen.

Das hat in Ibras Welt sogar eine gewisse Logik, denn aus seiner Sicht wird der FC Bayern ja künftig nicht mehr ganz so perfekt sein.

Schließlich nimmt dort bald ja Guardiola, "der schlechteste Trainer, den ich je hatte", seine Arbeit auf.

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