Thomas Strunz ist seit 2007 SPORT1-Experte © SPORT1

Jürgen Klopp bezeichnete ihn als den Fußball-Experten, der ihm am besten gefällt. Nun verlängert Thomas Strunz bei SPORT1.

München - Der legendäre Wutausbruch von Giovanni Trapattoni machte den Spruch "Was erlauben Strunz" zum feststehenden Begriff.

Mittlerweile schimpft niemand mehr über Thomas Strunz - im Gegenteil.

In seiner Karriere nach der Profi-Karriere hat sich der Ex-Nationalspieler einen hervorragenden Ruf erarbeitet.

So bezeichnete Dortmunds Meistercoach Jürgen Klopp Strunz vor einigen Jahren als den Fußball-Experten, der ihm "am besten" gefalle.

Seit 2007 bei SPORT1

Bereits seit 2007 analysiert Strunz das Geschehen auf SPORT1, nun hat er seinen Vertrag bis zum Ende der Saison 2015/16 verlängert.

Der Fokus seiner Experten-Tätigkeit wird dabei weiterhin auf den Formaten Der Volkswagen Doppelpass und der Telekom Spieltaganalyse liegen. Darüber hinaus wird der Europameister von 1996 und frühere Manager des VfL Wolfsburg wie bisher auch als Kolumnist für das Online-Portal SPORT1.de schreiben.

"In den rund sieben Jahren meiner Tätigkeit konnte ich meine Fußball-Begeisterung in allen Facetten ausleben: als Experte in der 'Spieltaganalyse' und bei 'LIGA total!', als einer der Nachfolger des großen Udo Lattek im 'Doppelpass' sowie als Kolumnist auf SPORT1.de", erklärt der 46-Jährige.

"Ein optimales Umfeld"

"Die Bundesliga-Formate von SPORT1 bieten mir auch in den kommenden Jahren ein optimales Umfeld für meine Einschätzungen zum Fußballgeschehen ? vor allem auf, aber auch neben dem Platz."

Auch SPORT1-Geschäftsführer und Chefredakteur Olaf Schröder zeigte sich hochzufrieden mit der Verlängerung. "Thomas Strunz ist durch seine Vergangenheit als Spieler und Manager, aber auch durch seine Tätigkeit als Spielerberater ganz nah am deutschen Fußball", sagt Schröder.

"Was ihn über sein profundes Fachwissen hinaus auszeichnet, ist vor allem seine treffende Form der Analyse: verständlich, unterhaltsam und situationsabhängig auch gerne mal humorvoll. Das kommt nicht nur bei Jürgen Klopp gut an, sondern auch bei unseren Zuschauern.?"

Fünfmal Deutscher Meister

Strunz bestritt für den FC Bayern München und den VfB Stuttgart 235 Bundesligaspiele (32 Tore) und wurde fünfmal Deutscher Meister, zweimal DFB-Pokalsieger und 1996 UEFA-Cup-Sieger. Im selben Jahr holte der 41-malige Nationalspieler den EM-Titel.

Nach dem Laufbahnende war er unter anderem Sportchef beim VfL Wolfsburg und Rot-Weiss Essen und ist aktuell als Spielerberater tätig und geschäftsführender Gesellschafter der TS Sports - Soccer and Law OHG.

Experte im Doppelpass und der Spieltaganalyse

Bei SPORT1 ist Strunz im Wechsel mit seinem früheren Mitspieler Thomas Helmer Experte beim sonntäglichen Kult-Talk Doppelpass sowie in der "Telekom Spieltaganalyse", wo er mit wechselnden Fachleuten und Moderator Thomas Helmer im Anschluss an das Montagspiel der Zweiten Liga den aktuellen Bundesliga-Spieltag unter die Lupe nimmt.

"Der 'Doppelpass' ist mit rund einer Million Zuschauern im Schnitt eine Institution im deutschen Fernsehen. Dort werden Themen gesetzt, es wird vor Publikum leidenschaftlich und launig diskutiert - vor allem auch über die Geschichten, die hinter den Kulissen der Fußballbühne passieren", sagt Strunz.

"Die 'Spieltaganalyse' richtet den Fokus auf den Platz und spricht vor allem die wachsende Zahl der taktikbegeisterten Fans an. Das Format geht in die Tiefe wie hierzulande kein anderes, da wir ausführlich grundlegende taktische Systeme, einzelne Spielzüge und das entsprechende Offensiv- und Defensivverhalten beleuchten können."

Skeptisch bei den deutschen WM-Aussichten

Nach der Bundesliga-Saison wird der WM-Teilnehmer von 1994 die Endrunde in Brasilien im wöchentlichen WM-Doppelpass verfolgen. Im Gespräch mit SPORT1 zeigt sich Strunz allerdings skeptisch bei den Erfolgsaussichten für die DFB-Auswahl.

"Ich sehe uns aktuell nicht als einer der Top-Favoriten. Ich glaube, dass wir große mannschaftliche Probleme haben, weil viele Spieler nicht in Bestform sind", meint Strunz.

"Die Vorbereitung für die WM ist durch die verzögerte Anreise von sehr vielen Spielern sehr zerrissen. Dann gibt es die Akklimatisierung in Südamerika. Da werden Mannschaften aus meiner Sicht ganz weit vorne landen, die geschickt verteidigen und mit Qualität im Sturm die Spiele 1:0 oder 2:1 gewinnen können. Und die Verteidigung ist in der Vergangenheit nicht eine unsere Stärken gewesen."

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