Jürgen Klinsmann wurde als Trainer der DFB-Auswahl 2006 WM-Dritter © getty

Der Ex-Bundestrainer verliert trotz einem "unschönen Ende" kein böses Wort über den FCB-Präsidenten. Die Arbeit von Löw lobt er.

Mainz - Der frühere deutsche Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hat die Arbeit seines Nachfolgers Joachim Löw überschwänglich gelobt und auch Stellung zum FC Bayern bezogen.

Zur Dominanz des FC Bayern in der Bundesliga sagte der ehemalige Bayern-Coach bei LIGA total!: "Der Kader ist enorm stark - Bayern wird einen Durchmarsch machen. Sie werden den Kurs voll durchziehen! Ich freue mich auch, dass der BVB so eine Präsenz in der Champions League hat."

Das Verhältnis zu Bayern-Präsident Uli Hoeneß beschreibt Klinsmann als nicht existent.

"Ich bin kein Feind des FC Bayern, habe kein Problem mit Uli Hoeneß. Es gab zum Schluss ein paar verschiedene Meinungen, die aufeinander geprallt sind - damit hat es sich auch", führte Klinsmann weiter aus.

"Jetzt habe ich den Abstand und verfolge das Geschehen mit anderen Augen. Ich schaue jedes Wochenende die Bundesliga an und bin begeistert, wie sich die Liga entwickelt hat. Ich bin ein Fan der Bundesliga!"

Löws Arbeit "einfach klasse"

Klinsmann sah am Freitagabend in Mainz den 2:1-Sieg der Hausherren über Nürnberg (Bericht) und sprach dabei auch über die deutsche Nationalelf.

"Ich bin in Kontakt mit Jogi Löw, beobachte das Geschehen natürlich ganz entspannt. Wenn man sich das gesamte Bild anschaut, wie sich die Mannschaft entwickelt hat, ist die Arbeit von Jogi einfach klasse."

Das historische 4:4 der DFB-Elf nach 4:0-Führung gegen Schweden Mitte Oktober will der Trainer der amerikanischen Nationalmannschaft nicht überbewerten: "Das war ein verrücktes Spiel, eine Eintagsfliege. Da muss man auch mal drüber schmunzeln."

WM als wichtiges Ziel

Zu seinem Besuch am Mainzer Bruchweg sagte Klinsmann: "Ich befinde mich in der Vorbereitung mit der USA auf das Länderspiel nächsten Mittwoch in Russland. Wir treffen uns in Frankfurt und sammeln hier alle Spieler ein - da passte ein Besuch in Mainz perfekt rein."

Als "Muss" bezeichnete er, sich mit den USA für die WM 2014 in Brasilien zu qualifizieren.

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